Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der genau mein Dilemma beschreibt. Die 10-Jahres-Rendite ist wieder bei 5%, und ich frage mich ehrlich, ob es noch Sinn macht, auf Dividendenaristokraten zu setzen. Ich halte seit Jahren ein paar DAX-Dividendenwerte wie Siemens, und die bringen mir aktuell so um die 3,5% Ausschüttung. Klar, da kommt hoffentlich noch Kurswachstum dazu, aber das ist eben nicht garantiert. Bei Staatsanleihen kriege ich jetzt 5% quasi risikolos.
Mein Plan war eigentlich, weiter in solide Dividendentitel zu investieren, weil ich in 15 bis 20 Jahren ein passives Einkommen aufbauen will. Aber wenn ich mir ausrechne, dass ich bei Anleihen deutlich mehr Rendite bekomme ohne Kursrisiko, komme ich schon ins Grübeln. Klar, Inflation frisst die 5% teilweise auf, aber das tut sie bei Dividenden ja genauso. Die Frage ist halt, ob die Dividendenwachstumsrate plus potenzielle Kurssteigerung langfristig wirklich deutlich über 5% liegt.
Wie seht ihr das? Habt ihr eure Strategie angepasst, jetzt wo sichere Zinsen wieder attraktiv sind? Ich bin gerade echt am Überlegen, ob ich nicht einen Teil meines Portfolios umschichten sollte. Andererseits habe ich in der Vergangenheit immer gut damit gefahren, an meiner Strategie festzuhalten und nicht bei jedem Marktumfeld nervös zu werden. Vielleicht ist es auch einfach eine gute Gelegenheit, beides zu mischen. Was meint ihr, welche Dividendenaristokraten rechtfertigen aktuell noch das zusätzliche Risiko gegenüber Treasuries?
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