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Abo-Modell Geschäftsmodelle – tatsächlich so stabil wie oft behauptet?
ES
Eva Sternfeld21.09.2026 15:100

Ich bin gerade auf einen Artikel über Unternehmen mit wiederkehrenden Umsätzen gestoßen und muss sagen, das Thema beschäftigt mich schon länger. Abo-Modelle werden ja überall als das Nonplusultra für stabile Cashflows angepriesen, aber ich frage mich ernsthaft, ob die Rechnung wirklich so aufgeht.

Klar, aus Unternehmenssicht ist das fantastisch. Planbare Umsätze, hohe Kundenbindung, bessere Margenperspektiven. Das erinnert mich ein bisschen an kontinuierliche Fermentationsprozesse im Labor – einmal etabliert, läuft das System relativ stabil und liefert vorhersehbare Ergebnisse. Aber genau wie in der Biotechnologie gibt es auch hier Störfaktoren.

Was mich skeptisch macht: Die Abo-Müdigkeit bei Verbrauchern nimmt doch massiv zu. Netflix verliert Abonnenten, Spotify kämpft mit der Profitabilität trotz Millionen Nutzern, und selbst bei Software sehe ich in meinem Umfeld immer mehr Leute, die ihre Abos kritisch durchforsten. Die Wechselkosten sinken, die Konkurrenz wächst, und irgendwann ist der Markt eben auch gesättigt.

Bei Pharma und Biotech Unternehmen sehe ich das etwas anders. Hier sind wiederkehrende Umsätze oft an chronische Erkrankungen gebunden, da greift ein anderer Mechanismus. Aber bei Consumer-Produkten? Ich bin da vorsichtig geworden. Die Bewertungen dieser Unternehmen sind oft schon sehr ambitioniert, weil der Markt diese Stabilität einpreist. Wenn dann doch die Churn-Rate steigt, kann es schnell ungemütlich werden.

Habt ihr Abo-Modell Aktien im Portfolio? Wie schätzt ihr die langfristige Nachhaltigkeit ein? Gibt es Branchen, wo das Modell wirklich funktioniert, und andere, wo es überbewertet ist?

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