
Ich habe gerade den Artikel zur Vorabpauschale für ETFs gelesen und sitze hier vor meinen Excel-Tabellen, weil ich mir nicht ganz sicher bin, wie ich das langfristig in meine Renditeberechnung einbauen soll. Grundsätzlich verstehe ich das Prinzip ja, dass auf thesaurierende ETFs eine Vorabpauschale anfällt, die auf den Basiszins multipliziert mit dem Wert des Fonds berechnet wird. Bei meinem MSCI World ETF fällt das natürlich jedes Jahr an, auch wenn ich nichts verkaufe.
Meine Frage ist jetzt aber: Wie kalkuliert ihr das bei eurer persönlichen Renditeberechnung ein? Ich tracke meine Performance normalerweise über die tatsächliche Wertentwicklung im Depot, aber die Vorabpauschale wird ja direkt vom Konto abgebucht und schmälert faktisch die Nettorendite. Bucht ihr dann manuell Geld nach, damit euer Sparplan nicht davon betroffen ist, oder lasst ihr einfach etwas Cash auf dem Verrechnungskonto liegen? Bei meinem monatlichen Sparplan von 800 Euro ist das zwar noch überschaubar, aber bei größeren Depots stelle ich mir das schon relevant vor.
Ich bin auch am überlegen, ob ich für einen Teil meines Portfolios nicht doch auf ausschüttende ETFs umsteigen sollte, um mehr Kontrolle über die Steuerlast zu haben. Andererseits ist der Zinseszinseffekt bei thesaurierenden ETFs ja auch nicht zu unterschätzen. Wie handhabt ihr das in eurer Planung, gerade wenn man langfristig auf Vermögensaufbau setzt?
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