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Vorabpauschale 2026 bei ETFs – wie geht ihr mit den Steuerabzügen um?
Michael Richter
Michael Richter10.09.2026 15:340

Ich bin gerade über einen Artikel zur Vorabpauschale bei ETFs gestolpern und muss ehrlich sagen, dass mich das Thema jedes Jahr aufs Neue nervt. Für alle, die es nicht kennen: Die Vorabpauschale ist quasi eine Vorauszahlung auf Steuern für thesaurierende ETFs, auch wenn man noch gar nichts verkauft hat. Das Ganze basiert auf einem fiktiven Ertrag, der vom Basiszins abhängt.

Bei mir im Depot liegen hauptsächlich thesaurierende ETFs wie der MSCI World und der Vanguard FTSE All World, und ich schätze eigentlich die Einfachheit dieser Anlageform. Aber diese Vorabpauschale macht die Sache deutlich komplizierter als nötig. Besonders ärgerlich finde ich, dass man im Januar Liquidität auf dem Verrechnungskonto haben muss, damit die Bank den Betrag einziehen kann. Letztes Jahr hatte ich zu wenig drauf und musste dann manuell nachzahlen – ein ziemlicher Aufwand.

Was mich auch beschäftigt: Wie wird sich die Vorabpauschale 2026 entwickeln? Der Basiszins schwankt ja und damit auch die Höhe der Pauschale. Bei den aktuellen Zinsniveaus könnte das wieder deutlich mehr werden als in den Jahren davor. Ich überlege tatsächlich, ob es Sinn macht, einen Teil meines Portfolios in ausschüttende ETFs umzuschichten, einfach um die Steuerlast besser kalkulieren zu können.

Wie handhabt ihr das? Achtet ihr darauf, im Januar genug Liquidität bereitzuhalten? Oder setzt ihr generell auf ausschüttende ETFs, um dieses Thema zu umgehen? Würde mich echt interessieren, wie andere Langfristanleger damit umgehen, vor allem bei größeren Depots.

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