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Depot absichern mit Put-Optionen – macht das für uns Privatanleger wirklich Sinn?
Michael Richter
Michael Richter06.09.2026 14:213

Ich bin gerade über einen Artikel zum Thema Depotabsicherung mit Put-Optionen gestolpert und frage mich ehrlich gesagt, ob das für jemanden wie mich überhaupt praktikabel ist. Klar, die Theorie klingt erst mal einleuchtend: Man kauft Puts auf den Index oder einzelne Positionen und hat damit eine Art Versicherung gegen Kurseinbrüche. Aber wenn ich mir das genauer ansehe, kommen mir doch einige Zweifel.

Erstens die Kosten. Puts kosten Geld, und wenn der Markt längere Zeit seitwärts oder aufwärts läuft, verfallen die Prämien einfach. Das nagt natürlich an der Gesamtrendite. Ich habe mir mal durchgerechnet, was es kosten würde, mein Portfolio kontinuierlich mit Puts abzusichern – das ist nicht gerade ein Schnäppchen. Zweitens das Timing. Wann kauft man die Absicherung? Wenn alle Panik schieben, sind die Prämien schon durch die Decke. Kauft man vorher, riskiert man, dass man Geld verbrennt, weil nichts passiert.

Mein Portfolio besteht hauptsächlich aus soliden Positionen wie MSCI World, SAP, Allianz und etwas Clean Energy ETF. Alles eher langfristig ausgerichtet. Bisher habe ich Schwächephasen einfach ausgesessen oder teilweise nachgekauft. Die Frage ist: Gibt es Situationen, wo Put-Optionen für Leute mit moderater Risikotoleranz wirklich Sinn machen? Oder ist das eher was für Profis oder sehr nervöse Anleger?

Was sind eure Erfahrungen damit? Nutzt jemand von euch aktiv Puts zur Absicherung, und wenn ja, wie macht ihr das konkret? Welche Strikes, welche Laufzeiten? Oder seid ihr eher der Meinung, dass die Kosten den Nutzen nicht rechtfertigen und man besser einfach diversifiziert und langfristig dabei bleibt? Würde mich echt interessieren, wie andere das handhaben, besonders in der aktuellen Marktlage mit all den geopolitischen Unsicherheiten.

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