
Hab gerade gelesen dass Jim Cramer einen massiven Aktienrückkauf von NVIDIA im Wert von 500 Milliarden Dollar fordert. Klingt erstmal heftig, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher ob das die beste Strategie wäre.
Klar, Buybacks treiben den Kurs tendenziell nach oben und reduzieren die Anzahl der Aktien im Umlauf. Das erhöht den Gewinn pro Aktie und sieht gut in den Büchern aus. Bei NVIDIA würde das vermutlich auch kurzfristig den Kurs pushen, gerade in der aktuellen Marktphase.
Aber mal ehrlich, NVIDIA sitzt gerade auf dem KI Goldesel. Die Nachfrage nach GPUs ist brutal hoch, AWS plant allein bis 2028 zwei Millionen zusätzliche Chips zu kaufen. Da stellt sich mir die Frage ob es nicht sinnvoller wäre das Geld in Forschung, Entwicklung und Produktionskapazitäten zu stecken. Der Wettbewerb schläft nicht, AMD holt auf und die Hyperscaler bauen teilweise eigene Chips.
Wenn NVIDIA jetzt 500 Milliarden in Buybacks steckt statt in Innovation und Expansion, könnte das in ein paar Jahren nach hinten losgehen. Andererseits ist die Aktie schon ziemlich hoch bewertet und vielleicht ist es klüger den Shareholdern direkt was zurückzugeben statt zu riskieren dass neue Investments nicht den erhofften Return bringen.
Ich bin selbst in NVIDIA investiert und hätte kurzfristig natürlich nichts gegen einen Kursanstieg durch massive Buybacks. Langfristig macht mich die Idee aber skeptisch. Was denkt ihr, macht so ein gigantischer Rückkauf bei einem Wachstumsunternehmen wie NVIDIA überhaupt Sinn oder sollten die lieber in die Zukunft investieren?
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