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Wirtschaftsfundamente beeinflussen Tech-Bewertungen stärker als US-Zwischenwahlen
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Wirtschaftsfundamente beeinflussen Tech-Bewertungen stärker als US-Zwischenwahlen

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Eine Analyse von US Bank über 31 Wahlperioden zeigt, dass wirtschaftliche Fundamentaldaten – nicht Wahlergebnisse selbst – die primären Treiber von Marktrenditen darstellen.
  • Statistische Tests konnten keinen verlässlichen Midterm-Effekt nachweisen, die Ergebnisse reichten von Verlusten über 30 Prozent bis zu Gewinnen nahe 50 Prozent.
  • IT-Aktien würden in negativen Marktszenarien stärker fallen als der Gesamtmarkt, da der Sektor in den vergangenen fünf Jahren ein Beta von über 1 aufwies.
  • Das Team um Bank-of-America-Ökonom Aditya Bhave vertritt die außerhalb des Konsensus stehende Einschätzung, dass die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte anheben könnte.
  • Die Märkte preisten am 26. Oktober nur eine Wahrscheinlichkeit von etwa 10 Prozent für eine Zinserhöhung ein.
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In der Woche vom 26. Oktober 2026 veröffentlichen die größten Technologiekonzerne der USA ihre Quartalszahlen – neun Tage vor den Zwischenwahlen am 5. November. Google, Microsoft und Amazon legen ihre Ergebnisse vor, während Anleger gleichzeitig auf mögliche geldpolitische Signale der Federal Reserve warten. Die Frage, ob politische Entwicklungen oder fundamentale Geschäftsdaten die Bewertungen stärker beeinflussen, erhält in diesem Umfeld besondere Aufmerksamkeit.

Wirtschaftsfundamente schlagen Wahlzyklen

Eine Analyse von 31 Wahlperioden durch US Bank zeigt, dass wirtschaftliche Fundamentaldaten – nicht Wahlergebnisse selbst – die primären Treiber von Marktrenditen darstellen. In elf der untersuchten Wahlperioden fielen zusätzlich Inflationsschocks, steigende Zinsen, die Weltwirtschaftskrise, Kriege, finanzielle Belastungen oder sich verschlechternde Geschäftsbedingungen zusammen. Statistische Tests konnten keinen verlässlichen Midterm-Effekt nachweisen: Ein t-Test, der verschiedene Ergebnisgruppen verglich, ergab, dass die Unterschiede nicht groß oder konsistent genug waren, um einen zuverlässigen Wahleffekt zu etablieren – die Ergebnisse reichten von Verlusten über 30 Prozent bis zu Gewinnen nahe 50 Prozent.

Die Wirtschaft bleibt laut der Analyse die primäre Triebfeder von Marktrenditen. Beschäftigung, Konsumausgaben, Inflation, Zinssätze und Unternehmensgewinne beeinflussen Umsätze, Kosten und Finanzierungszugang der Konzerne direkt.

Technologieergebnisse im Fokus der Bewertungsdebatte

Starke oder enttäuschende Quartalsergebnisse der Technologiekonzerne tragen im aktuellen Umfeld überproportionales Gewicht für die Sektorbewertungen. Laut Analystenstimmen könnten überzeugende Zahlen und beruhigende Prognosen das Vertrauen in den Nasdaq wiederherstellen. Enttäuschende Margen oder weitere Kostensteigerungen würden dagegen Bedenken hinsichtlich erhöhter Bewertungen verstärken.

Der Technologiesektor reagiert besonders empfindlich auf Zinsbewegungen. Fallende Anleiherenditen würden vor allem wachstumsorientierten Unternehmen zugutekommen, deren Bewertungen stärker von künftig erwarteten Gewinnen abhängen. Die zehnjährige US-Staatsanleihe notierte am 26. Oktober bei etwa 4,999 Prozent, nachdem sie am Donnerstag kurzzeitig unter 5 Prozent gefallen war.

Höhere Volatilität bei Tech-Aktien

IT-Aktien würden in negativen Marktszenarien stärker fallen als der Gesamtmarkt, da der Sektor in den vergangenen fünf Jahren ein Beta von über 1 aufwies – er verstärkt also allgemeine Marktbewegungen. Eine Analyse von Pictet Asset Management skizzierte ein Szenario, in dem US-Aktien um 10 bis 15 Prozent fallen könnten, wobei IT-Titel überproportional verlieren würden.

Geldpolitische Weichenstellung vor den Wahlen

Die Federal Reserve tagt am 30. Oktober, sechs Tage vor den Zwischenwahlen. Das Team um Bank-of-America-Ökonom Aditya Bhave vertritt die außerhalb des Konsensus stehende Einschätzung, dass die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte anheben könnte. Die Begründung: Ein deutlich über den Erwartungen liegendes Inflationsergebnis im September stärke die Argumente für eine Zinserhöhung im Oktober. Die Märkte preisten am 26. Oktober allerdings nur eine Wahrscheinlichkeit von etwa 10 Prozent für einen solchen Schritt ein. Der Präsident der New Yorker Fed erwartete keine Zinserhöhungen im Jahr 2027.

Sektorspezifische Einflüsse jenseits der Politik

Politische Entscheidungen wirken auf bestimmte Branchen durch Regulierung, Zölle, Halbleiterförderung und den Wettbewerb mit China. Unternehmen investieren jedoch Milliarden in künstliche Intelligenz, weil sie daran glauben, dass die Technologie Produktivität steigern und neue Geschäftsmodelle ermöglichen kann – wirtschaftliche Kräfte, die nicht verschwinden, weil eine Wahl ein unerwartetes Ergebnis produziert.

Chiphersteller zeigten am Freitag, 25. Oktober, relative Stärke: Micron Technology legte um 2,5 Prozent zu, in den USA gelistete Aktien von SK Hynix gewannen 4 Prozent.

Bewertungsrisiken im Spannungsfeld

Die kommende Woche wird zeigen, ob die Fundamentaldaten der großen Technologiekonzerne die hohen Bewertungen rechtfertigen oder ob Enttäuschungen zu Korrekturen führen. Die politische Unsicherheit vor den Zwischenwahlen bildet dabei eher einen Hintergrund als einen direkten Bewertungsfaktor – solange die Wirtschaftsdaten stabil bleiben und die Unternehmen ihre Wachstumsnarrative glaubhaft untermauern können.

Quellen

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