
September-Rallye oder Korrektur? So positionieren sich Anleger zum Monatsstart 2026
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Der September ist der einzige Monat mit langfristig negativem Durchschnittswert: Der S&P 500 verlor seit 1928 im September durchschnittlich rund 1,2%, in 56% der Jahre schloss der Index tiefer.
- US-Zwischenwahljahre wie 2026 verstärken die September-Schwäche: In den vergangenen zehn Zwischenwahl-Septembers fiel der S&P 500 sechsmal mit einem Durchschnitt von etwa -2%.
- Die kritische technische Marke für den S&P 500 liegt bei 7.638 Punkten – ein Bruch dieser Unterstützung würde laut Elliott-Wave-Analyse den Weg in Richtung 7.121 bis 7.190 Punkte öffnen, was einem Rückgang von mehr als 6% entspricht.
- Das 98-Jahres-Komposit des S&P 500 zeigt typischerweise ein Hoch Ende August, gefolgt von einer Abwärtsbewegung durch den September bis in den frühen Oktober.
- Der RSI(5) notiert bei 53, der rollierende MACD weist ein negatives Histogramm auf – beides deutet auf nachlassende Aufwärtsdynamik zum Monatsende August 2026 hin.
Historische September-Schwäche: Statistik spricht klare Sprache
Saisonalität bezeichnet wiederkehrende Muster in Aktienmärkten, die zu bestimmten Zeiten des Jahres auftreten. Der September gilt dabei als statistisch schwächster Börsenmonat. Seit 1928 verlor der S&P 500 im September durchschnittlich rund 1,2%. In etwa 56% der Jahre schloss der Index tiefer – damit ist der September der einzige Monat mit langfristig negativem Mittelwert, wie aus historischen Daten hervorgeht.
Ein 98-Jahres-Komposit der Kursbewegung vom 27. August bis Jahresende zeigt ein charakteristisches Muster: typischerweise ein Hoch Ende August, gefolgt von einer Abwärtsbewegung durch den September bis in den frühen Oktober. Das 25-Jahres-Komposit zeichnet einen noch schärferen Rückgang, der nahe Monatsende seinen Boden findet, bevor es von Oktober bis Dezember zu einer Erholung kommt.
2026 als US-Zwischenwahljahr: Zusätzlicher Belastungsfaktor
2026 ist ein US-Zwischenwahljahr – ein Faktor, der die September-Schwäche historisch verstärkt. In den vergangenen zehn Zwischenwahl-Septembers fiel der S&P 500 sechsmal, im Durchschnitt um etwa 2%. Seit 1942 weisen Zwischenwahljahre ebenfalls einen negativen September-Durchschnitt auf, wobei der Oktober häufiger den Wendepunkt markiert.
Die Kombination aus saisonaler Schwäche und dem Wahljahr-Zyklus erhöht das Risiko einer Korrektur zum Monatsstart. Anleger beobachten daher nicht nur die charttechnischen Unterstützungsniveaus, sondern auch politische Entwicklungen im Vorfeld der November-Wahlen.
Kritische charttechnische Marken für den S&P 500
Laut Elliott-Wave-Analyse vom 29. August 2026 behandelt ein bärisches Szenario das Hoch von Mitte August als Welle 5 von W-3 und setzt W-4 als a-b-c-Korrektur nach unten an. Der nächste Bruch nach unten würde Welle 3 von W-c markieren.
Die Schlüsselunterstützung liegt bei 7.638 Punkten. Oberhalb dieser Marke könnte sich eine bullische Alternative mit Ziel um 7.940 Punkte durchsetzen. Ein Bruch würde hingegen den Weg in Richtung 7.121 bis 7.190 Punkte öffnen – ein projiziertes Ziel für einen saisonal getriebenen Rückgang. Dieser Bereich liegt nahe dem 200-Tage-Simple-Moving-Average bei 7.119 Punkten.
Die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte notieren bei 7.689 bis 7.712 Punkten (10- und 20-Tage-Durchschnitte). Sollte die zentrale Unterstützungszone bei 7.638 fallen, wird ein schneller, saisonal getriebener Rückgang erwartet, der den Markt in den kommenden Wochen um mehr als 6% nach unten ziehen könnte.
Momentumindikatoren zeigen nachlassende Dynamik
Der RSI(5) notiert am 29. August bei 53 – ein neutraler Wert, der weder überkauft noch überverkauft signalisiert. Der rollierende MACD weist allerdings ein negatives Histogramm auf, was auf nachlassende Aufwärtsdynamik hindeutet. Beide Indikatoren passen zum Bild eines Marktes, der an einem kritischen Wendepunkt steht.
Wie positionieren sich Anleger? Strategische Überlegungen
Die Börsenweisheit "Sell in May and go away" ist vielen Anlegern bekannt. Eine modernere Version lautet: "Sell in May and go away, but remember to come back in September" – was besagt, dass Anleger ihre Aktien im Mai verkaufen und erst im September wieder in den Markt einsteigen sollten. Diese Strategie basiert auf der Beobachtung wiederkehrender schwacher Phasen zwischen Mai und Oktober.
Zum Monatsstart September 2026 stehen Anleger vor der Entscheidung: Abwarten und Liquidität vorhalten oder antizyklisch in eine mögliche Schwächephase hinein kaufen?
Einflussfaktoren, die saisonale Muster beeinflussen können
Saisonale Muster sind kein Automatismus. Mehrere Faktoren können sie verstärken oder außer Kraft setzen:
- Quartalsende-Effekte: Institutionelle Anleger balancieren ihre Portfolios zum 30. September neu aus, was zu erhöhten Handelsvolumina führen kann.
- Urlaubsperioden: Während der Haupturlaubszeiten sinkt das Handelsvolumen, was die Volatilität erhöhen kann.
- Steuerliche Erwägungen: Am Jahresende verkaufen einige Anleger gezielt Verlustaktien, um steuerliche Verluste geltend zu machen.
- Globale Ereignisse: Wahlen, geopolitische Spannungen oder große wirtschaftliche Ankündigungen können saisonale Muster beeinflussen oder vorübergehend außer Kraft setzen.
- Wirtschaftszyklen: Rezessionen oder Wachstumsphasen überlagern saisonale Effekte.
Perspektive für den Herbst: Oktober und Jahresendphase
Historische Daten zeigen, dass auf die September-Schwäche häufig eine Erholung im vierten Quartal folgt. Sowohl das 98-Jahres- als auch das 25-Jahres-Komposit zeigen eine Aufwärtsbewegung von Oktober bis Dezember. Diese Phase wird von manchen Analysten als "Jahresendrallye" bezeichnet.
Nach Angaben von Yardeni Research gehören die Wintermonate tendenziell zu den stärkeren Perioden an den Aktienmärkten. Allerdings gilt auch hier: Historische Muster bieten Orientierung, keine Garantie.
Anleihen als Alternative? Anlagestrategie 2026 überprüfen
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge empfahl Anfang Januar 2026, die Anlagestrategie zu überprüfen. Ein ausgeprägter Zinssenkungstrend erhöht die Chance auf eine Outperformance von Anleihen. Häufig waren Anleihen in bestimmten Phasen besser als Aktien, obwohl Aktien über einen langen Zeitraum als Gewinner gelten.
Zum aktuellen Zeitpunkt bleibt abzuwarten, inwieweit Zentralbanken ihre Geldpolitik anpassen und ob dies die Attraktivität von Anleihen weiter erhöht.
Fazit: Vorsicht geboten, aber kein automatischer Crash
Die Kombination aus historischer September-Schwäche, US-Zwischenwahljahr und charttechnischen Warnsignalen legt Vorsicht nahe. Die Schlüsselmarke bei 7.638 Punkten im S&P 500 dürfte in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden. Ein Bruch könnte eine mehrwöchige Korrektur auslösen, während ein Halten dieser Unterstützung Raum für eine bullische Alternative lässt.
Anleger sollten sich bewusst sein, dass saisonale Muster statistische Tendenzen darstellen, keine deterministischen Gesetze. Globale Ereignisse, Quartalszahlen oder geldpolitische Entscheidungen können jederzeit die Richtung ändern. Eine ausgewogene Positionierung mit Blick auf Risikomanagement erscheint zum Monatsstart angebracht.