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September-Effekt an der Börse: Welche Sektoren historisch im Herbst underperformen
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September-Effekt an der Börse: Welche Sektoren historisch im Herbst underperformen

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Seit 1945 sind August und September die schwächsten aufeinanderfolgenden Börsenmonate für den S&P 500, beide Monate weisen durchschnittlich negative Renditen auf.
  • September liefert trotz der historischen Schwäche in rund 45 Prozent aller Fälle eine positive Rendite, wodurch die Prognosekraft einzelner saisonaler Muster begrenzt bleibt.
  • Der VIX-Volatilitätsindex stieg seit 1990 im September durchschnittlich um 8,2 Prozent – der höchste Anstieg aller Börsenmonate.
  • Zyklische Sektoren wie Technologie, Industrie und Rohstoffe verzeichnen im September historisch signifikant stärkere Rückgänge als der Gesamtmarkt.
  • Defensive Sektoren – Versorger, Gesundheit und Basiskonsumgüter – zeigen während September-Schwächephasen deutlich höhere Widerstandskraft.
  • Basierend auf 25-Jahres-Durchschnitten (2001–2025) zählen November, April und Juli zu den stärksten Börsenmonaten, während September, Juni und August die schwächsten sind.
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Saisonalität als statistischer Rahmen, nicht als Prognose

Saisonalität beschreibt wiederkehrende Verhaltensmuster an den Aktienmärkten, die auf dem Kalender basieren. Laut einer Analyse von Interactive Brokers vom August 2026 handelt es sich dabei um einen «Durchschnitt auf Basis historischer Daten, wie sich der Aktienmarkt im Jahresverlauf tendenziell entwickelt». Dieser statistische Rahmen dient jedoch ausdrücklich nicht als Prognosewerkzeug. Die Quellen betonen, dass Saisonalität als «kontextuelle Hintergrundinformation» verstanden werden sollte, nicht als präzise Vorhersage für das laufende Jahr.

Historische Durchschnittswerte umfassen eine erhebliche Streubreite von Einzelergebnissen. Makroökonomische Entwicklungen, Geldpolitik, Berichtssaisons und geopolitische Ereignisse können in jedem konkreten Jahr saisonale Effekte überlagern oder komplett ausser Kraft setzen. Trotz dieser Einschränkungen nutzen manche Anleger saisonale Tendenzen zur strategischen Positionierung – etwa durch Gewinnmitnahmen in statistisch schwachen Monaten oder antizyklische Käufe während saisonal gedrückter Phasen.

September: Der historisch schwächste Börsenmonat

September hebt sich als einer der schwächsten Börsenmonate im Jahresverlauf deutlich ab. Laut Daten von Verdence Capital vom April 2026 sind August und September seit 1945 die schwächsten aufeinanderfolgenden Monate für den S&P 500, wobei beide Monate durchschnittlich negative Renditen ausweisen. Mehrere Analysen aus dem Jahr 2026 bestätigen dieses Muster: Der S&P 500 zeigt im Spätsommer und Frühherbst eine «gemischte bis schwächere statistische Performance, wobei September historisch als einer der ungünstigsten Monate hervorsticht».

Basierend auf 25-Jahres-Durchschnitten von 2001 bis 2025 zählt September sowohl beim NYSE Composite als auch beim S&P 500 zu den «schwächsten Monaten». Die Daten stammen von TradeThatsSwing, veröffentlicht am 7. August 2026. Eine wichtige Einschränkung: September liefert trotz des negativen Durchschnitts in rund 45 Prozent aller Fälle eine positive Rendite. Beinahe die Hälfte aller September-Monate schliesst also im Plus. Einzeljahre weichen häufig erheblich vom historischen Durchschnitt ab.

Volatilität und der «September-Effekt»

Der VIX-Index – ein Gradmesser für die erwartete Schwankungsbreite am US-Aktienmarkt – stieg seit 1990 im September durchschnittlich um 8,2 Prozent. Diese Zahl entspricht dem höchsten durchschnittlichen Anstieg des VIX in allen Kalendermonaten, wie StoneX am 2. September 2025 in einer historischen Beobachtung berichtete. Diese erhöhte Volatilität charakterisiert den sogenannten «September-Effekt» – eine Kombination aus schwächerer Rendite und höherer Unsicherheit.

Saisonale Muster im Jahresverlauf: Datenübersicht

Die beste und schlechteste Performance verteilt sich über das Jahr hinweg ungleichmässig. Laut den Daten von TradeThatsSwing (7. August 2026) zeigen sich für S&P 500 und NYSE Composite folgende Muster über 25 Jahre (2001–2025):

Monate mit durchschnittlich positiver Performance: Januar, März, April, Mai, Juli, Oktober, November, Dezember

Monate mit Schwäche oder negativer Performance: Februar, Juni, August, September

Die drei stärksten Monate: November, April, Juli

Die schwächsten Monate: September, Juni, August

Starke Phasen konzentrieren sich historisch auf das Frühjahr (März bis Juli) sowie auf das Jahresende (November und Dezember). Diese Zeiträume weisen sowohl höhere Durchschnittsrenditen als auch eine höhere Wahrscheinlichkeit positiver Monate auf.

August im Kontext: Gemischtes Bild trotz jüngster Stärke

August zeigt ambivalente Charakteristika. Der Monat schloss in den vergangenen 20 Jahren bei S&P 500 und Nasdaq 100 in 65 Prozent der Fälle höher als er begann, mit durchschnittlichen Zugewinnen von über 0,3 Prozent (S&P 500) beziehungsweise über einem Prozent (Nasdaq 100). In den vergangenen zehn Jahren fiel die Performance sogar noch stärker aus. Trotzdem erscheint August auf den «schwächste Monate»-Listen, wenn längere Zeiträume betrachtet werden – ein Hinweis auf eine Verschlechterung in früheren Zyklen.

Sektorspezifische Performance im September: Defensive versus zyklische Branchen

Die September-Schwäche trifft nicht alle Sektoren gleichermassen. Quellen aus dem Jahr 2026 identifizieren eine klare Divergenz zwischen defensiven und zyklischen Branchen.

Resiliente Sektoren

Drei defensive Sektoren haben während September-Abschwüngen historisch «grössere Widerstandskraft demonstriert»:

  • Basiskonsumgüter (Consumer Staples): Hersteller und Händler von Lebensmitteln, Haushaltsprodukten und anderen nicht-zyklischen Verbrauchsgütern.
  • Versorger (Utilities): Strom-, Gas- und Wasserversorger mit regulierten Umsätzen und stabilen Cashflows.
  • Gesundheitswesen (Healthcare): Pharmaunternehmen, Medizintechnik-Hersteller und Gesundheitsdienstleister.

Diese Sektoren bieten strukturell Schutz vor Konjunkturabschwüngen, da ihre Produkte und Dienstleistungen auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nachgefragt werden. Während September-Phasen fungieren sie als relative Outperformer und dämpfen Portfolioverluste.

Vulnerable Sektoren

Drei zyklische Sektoren «erlebten häufig signifikantere Rückgänge während des Monats» im Vergleich zu defensiven Alternativen:

  • Rohstoffe (Materials): Bergbau, Chemie, Baumaterialien und metallverarbeitende Industrie.
  • Industrie (Industrials): Maschinenbau, Bau, Transport und Luftfahrt.
  • Technologie (Technology): Softwarehersteller, Halbleiter, IT-Dienstleister und Internetunternehmen.

Zyklische Sektoren verstärken Marktbewegungen tendenziell, da ihre Gewinne stärker an das Wirtschaftswachstum gekoppelt sind. Während Markt-Schwächephasen im September amplifizieren diese Branchen die Rückgänge.

Das Januar-Barometer: Ergänzende saisonale Perspektive

Eine zusätzliche saisonale Regel ist das «Januar-Barometer», das besagt: «Wie der Januar verläuft, so verläuft das restliche Jahr für Aktien.» Historische Daten seit 1950 zeigen:

  • Januar mit positiver Rendite: Durchschnittliche S&P-500-Rendite für das Gesamtjahr rund 17 Prozent
  • Januar mit negativer Rendite: Durchschnittliche Jahresrendite rund minus 1,7 Prozent

Im Januar 2026 schloss der S&P 500 mit einem Plus von etwa 1,5 Prozent, der Nasdaq 100 blieb leicht positiv. Nach der historischen Korrelation des Barometers würde 2026 theoretisch einem positiven Börsenjahr entsprechen. Im Jahr 2025, als der Januar ebenfalls positiv war, erzielte der S&P 500 eine Gesamtjahresrendite von 16,96 Prozent – eine Bestätigung der historischen Trefferquote.

Methodische Einschränkungen und praktische Anwendung

Die Quellen betonen durchgängig die Grenzen saisonaler Muster. Historische Beobachtungen weisen erhebliche Einschränkungen auf:

  • Hohe Streuung: Selbst schwache Monate wie September liefern in 45 Prozent der Fälle positive Renditen.
  • Geringe Prognosekraft: Durchschnitte dienen als Orientierung, «prognostizieren aber nicht präzise, was in diesem Jahr passieren wird».
  • Kontextuell, nicht prädiktiv: Saisonalität sollte als «statistischer Hintergrund» interpretiert werden, nicht als Richtungsprognose.
  • Jahr-zu-Jahr-Varianz: Einzeljahre «können und weichen häufig erheblich» von historischen Normen ab.
  • Überlagernde Faktoren: Makroökonomie, Geldpolitik, Gewinnsaison und Geopolitik setzen sich regelmässig über saisonale Effekte hinweg.

Trotz dieser Einschränkungen identifizieren die Quellen praktische Anwendungen für Anleger und Händler:

  • Aktive Händler: Long-Positionen während schwacher Monate schneller schliessen; September gegebenenfalls komplett aussetzen.
  • Strategisches Timing: Index-ETFs (SPY, IVV) während saisonal starker Monate kaufen, wenn Kurse zu steigen beginnen.
  • Kalenderbasierte Allokation: Buy-and-Hold-Investitionen während saisonal schwacher Monate tätigen, um von tieferen Preisen zu profitieren.
  • Risikomanagement: Positionsgrössen oder Strategien basierend auf erwarteten saisonalen Volatilitätsmustern anpassen.

Diese Anwendungen behandeln Saisonalität als ergänzende Überlegung, nicht als primären Entscheidungstreiber. Am heutigen 31. August 2026 schloss der S&P 500 bei 7'677,13 Punkten mit einem Tagesverlust von 0,47 Prozent, der DAX bei 26'215 Punkten mit einem Minus von 1,27 Prozent – ein Marktumfeld, das den historisch schwachen Übergang von August in den September widerspiegelt.

Quellen

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