
JPMorgan warnt Magnificent 7-Anleger: Warum die Tech-Giganten 2026 unter Druck stehen
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Das 12-Monats-Forward-KGV der Magnificent Seven relativ zum Gesamtmarkt ist auf nahezu eine Standardabweichung unter seinem historischen Median gefallen und erreichte im September 2026 ein 10-Jahres-Tief.
- Die kombinierten Kapitalausgaben von Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta steigen 2026 um 77 Prozent auf rund 725 Milliarden Dollar, nach 410 Milliarden Dollar im Vorjahr.
- Laut Bank of America entsprechen die CapEx-Ausgaben der Hyperscaler 2026 etwa 96 Prozent ihrer kombinierten Cashflows, verglichen mit nur 40 Prozent im Jahr 2023.
- JPMorgan erwartet für die Magnificent Seven weiteres absolutes Aufwärtspotenzial, lehnt aber eine Wiederholung der Mega-Rally von 2023 ab.
JPMorgan teilt seinen Kunden Ende September 2026 mit, dass der Bewertungsreset der Magnificent Seven – Nvidia, Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet, Meta und Tesla – weitgehend abgeschlossen sei. Das 12-Monats-Forward-KGV der Tech-Gruppe relativ zum Gesamtmarkt fiel auf nahezu eine Standardabweichung unter seinem historischen Median und erreichte damit ein 10-Jahres-Tief, erklärte das Equity-Strategy-Team unter Leitung von Mislav Matejka.
Die Bank begründet ihre Einschätzung mit harten Bewertungskennzahlen: Das Schlimmste der Bewertungsschäden liege möglicherweise bereits hinter den Tech-Giganten. JPMorgan betont, dass die Bewertungsabschläge Teil eines breiteren De-Rating-Musters im Technologiesektor sind, das nun seinen Lauf weitgehend beendet habe.
Von 410 auf 725 Milliarden Dollar: Kapitalausgaben explodieren
Die Bewertungskorrektur hat konkrete Ursachen. JPMorgan räumt ein, dass ein Teil der Mehrfachkompression durch echte Veränderungen in den Geschäftsmodellen gerechtfertigt ist. Im Zentrum steht die explosionsartige Steigerung der Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur.
Die Zahlen sind bemerkenswert: Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta zusammen investieren 2026 voraussichtlich rund 725 Milliarden Dollar in Kapitalausgaben, nach 410 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Das entspricht einer Steigerung von 77 Prozent Jahr über Jahr, wie aus Schätzungen von Goldman Sachs und CNBC hervorgeht.
Bank of America unter Michael Hartnett beziffert die CapEx-Ausgaben für 2026 auf 670 Milliarden Dollar. Diese Summe entspreche 96 Prozent der kombinierten Cashflows dieser Hyperscaler. Zum Vergleich: 2023 betrugen die Kapitalausgaben nur 40 Prozent des Cashflows. Die CapEx-Intensität hat sich damit mehr als verdoppelt.
Cashflow-Belastung rechtfertigt Bewertungsabschläge teilweise
Die Bank führt zwei konkrete Faktoren an, die niedrigere Bewertungsmultiplikatoren rechtfertigen: erhöhte Verschuldung und sinkender Free Cashflow durch steigende KI-bezogene Kapitalausgaben. Diese strukturellen Veränderungen unterscheiden die aktuelle Situation von früheren Bewertungsphasen.
Trotz dieser Belastungen erwartet JPMorgan, dass die Ertragsstärke bei den Hyperscalern die Kursentwicklung weiterhin stützen wird. Die Bank charakterisierte die Bewertungsvolatilitäten im Juni 2026 als Kaufgelegenheit, die an Positionierung und technischen Faktoren gebunden sei – nicht an fundamentalen Verschiebungen.
Keine Wiederholung der 2023er-Rally erwartet
JPMorgan prognostiziert für die Magnificent Seven weiteres absolutes Aufwärtspotenzial, lehnt aber eine Wiederholung der Mega-Rally von 2023 ab. Diese Einschätzung teilte die Bank ihren Kunden im Juni 2026 mit. Die Gewinne sollten die Kurserholung der Aktien mehr als ausgleichen, so die Argumentation.
Die Position der Bank entwickelte sich über Monate: Bereits im März 2026 hatte JPMorgan argumentiert, dass das De-Rating übermäßig geworden sein könnte. Damals empfahl die Bank ihren Kunden konsistent, die durch Konflikte im Nahen Osten ausgelöste Aktienschwäche für Zukäufe zu nutzen. In jenem Zeitraum erreichte die Gruppenbewertung ihren Tiefpunkt während eines Ausverkaufs, der durch Zolltarifängste und Middle-East-Spannungen ausgelöst wurde.
Breiter Konsens: Unterperformance überzogen
JPMorgan steht mit seiner Einschätzung nicht allein. Mehrere Wall-Street-Strategisten – darunter Morgan Stanley und Goldman Sachs – bewerteten im Juli 2026 die Unterperformance der Magnificent Seven gegenüber reinen Halbleiterwerten als überzogen.
Die Analyse hat praktische Relevanz für Privatanleger: Die Magnificent Seven machen einen erheblichen Anteil an fast jedem großen Index-Fonds im DACH-Raum aus. Wenn der Bewertungsdiskontierungsprozess tatsächlich größtenteils abgeschlossen ist, müssen Anleger ihr Verständnis des nächsten Marktabschnitts neu evaluieren.
JPMorgan weist darauf hin, dass Schlagzeilenrisiken aus dem Nahen Osten bestehen bleiben. Die Bank betont aber, dass die fundamentale Ertragskraft der Tech-Giganten das zentrale Argument für ihre Position bleibt.
Quellen
- JPMorgan sends a strong message to Mag-7 stock investors
- JPMorgan sends a strong message to Mag-7 stock investors - TheStreet
- JPMorgan sees further gains for Mag-7 despite concentration risks
- JPMorgan zu Magnificent 7: Kursgewinne ja, Mega-Rally nein Von Investing.com
- Magnificent Seven: Das neue Problem der Wall Street