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IBM verschiebt strategische Kommunikation von KI-Kennzahlen zu wiederkehrenden Softwareumsätzen
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IBM verschiebt strategische Kommunikation von KI-Kennzahlen zu wiederkehrenden Softwareumsätzen

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • IBM verschob zwischen dem zweiten Geschäftsquartal 2025 und dem zweiten Geschäftsquartal 2026 die strategische Botschaft von kumulativen Kennzahlen im KI-Geschäft hin zu wiederkehrenden Umsätzen im Softwaregeschäft.
  • Rund 80 Prozent der jährlichen Softwareumsätze sind wiederkehrend, während die Softwaresparte knapp 45 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt.
  • Die Softwaresparte verfehlte im zweiten Geschäftsquartal 2026 die Erwartungen, da das organische Wachstum null lag und IBM-Führungskräfte erklärten, dass Dutzende Großverträge nicht rechtzeitig abgeschlossen worden seien.
  • IBM wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 gehandelt und notiert damit unter dem S&P 500 Index mit 21,9.
  • Analysten reduzierten ihre Schätzungen zum fairen Wert von rund 294 Dollar auf etwa 244 Dollar und berücksichtigten niedrigere Kurs-Gewinn-Verhältnisse, gedämpfte Umsatzerwartungen und Margendruck.
  • Die neue Positionierung bietet Value-Investoren ein stabileres Narrativ als die vorherige Fokussierung auf kumulative KI-Kennzahlen, doch Ausführungsrisiken durch Verzögerungen bei Großverträgen bleiben bestehen.
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IBM hat seine strategische Kommunikation gegenüber Investoren grundlegend verändert. Zwischen dem zweiten Geschäftsquartal 2025 und dem zweiten Geschäftsquartal 2026 verschob der Technologiekonzern den Schwerpunkt seiner Botschaft von kumulativen Kennzahlen im Geschäft mit generativer künstlicher Intelligenz hin zu wiederkehrenden Umsätzen im Softwaregeschäft. Dieser Wechsel hat unmittelbare Bedeutung für Value-Investoren, die auf stabile Ertragsströme und Bewertungsrelationen achten.

Vom KI-Versprechen zur Software-Realität

Während des Analystencalls zum zweiten Geschäftsquartal 2025 stellte IBM sein Geschäft mit generativer künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt. Das Management kommunizierte eine kumulative Kennzahl – das sogenannte „Book of Business" –, die alle seit Beginn der Initiative gebuchten Aufträge summierte. Dieser Wert lag im zweiten Quartal 2025 bei über 7,5 Milliarden US-Dollar, verglichen mit über 3 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2024. Die Metrik sollte das rasch wachsende Interesse an KI-Diensten demonstrieren.

Im Analystencall zum zweiten Geschäftsquartal 2026 am 22. Juli 2026 änderte sich die Tonlage. IBM-Führungskräfte betonten nun vor allem das wiederkehrende Umsatzmodell der Softwaresparte. Rund 80 Prozent der jährlichen Softwareumsätze sind wiederkehrend, teilte das Unternehmen mit. Die Softwaresparte selbst trägt knapp 45 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Generative künstliche Intelligenz blieb Teil der Darstellung – etwa 50 Prozent der quartalsweisen Consulting-Vertragsabschlüsse entfielen auf diesen Bereich –, doch die kumulative Buchungskennzahl verschwand aus der Investorenkommunikation.

Wiederkehrende Umsätze als Stabilitätsanker

Der Wechsel spiegelt eine fundamentale Differenz in der Aussagekraft der Kennzahlen wider. Das kumulative KI-Auftragsvolumen bildete niemals tatsächliche Jahresumsätze ab, während wiederkehrende Softwareumsätze eine jährliche Basislinie für die größte Unternehmenssparte schaffen. IBM verfolgt diesen Strom über die Kennzahl „Annual Recurring Revenue" (ARR), die sich auf 24,6 Milliarden Dollar beläuft – ein Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Softwaresparte erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 30 Milliarden Dollar und machte damit 44 Prozent des Konzernumsatzes aus. Die Umsätze der Sparte wuchsen im Geschäftsjahr 2025 um 10,6 Prozent, während die zweitgrößte Sparte Consulting nur um 1,8 Prozent zulegte. Für Investoren, die auf planbare Ertragsströme setzen, bietet dieser Fokus mehr Sichtbarkeit als eine Lebenszeitstatistik zu KI-Aufträgen.

Softwaresparte verfehlt Erwartungen im zweiten Quartal

Die neue strategische Erzählung kommt jedoch mit Komplikationen. Ausgerechnet die Softwaresparte verfehlte im zweiten Geschäftsquartal 2026 die Erwartungen. Die Umsätze stiegen zwar nominal um 5 Prozent, doch das organische Wachstum – bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe – lag bei null. IBM-Führungskräfte erklärten, dass Dutzende Großverträge nicht rechtzeitig abgeschlossen worden seien. Bis zum Zeitpunkt des Analystencalls hatte etwa ein Drittel dieser verzögerten Verträge die Unterschrift erhalten.

Als Folge senkte das Management die Wachstumsprognose für die Softwaresparte im Jahr 2026. Die genaue neue Zielmarke wurde in der verfügbaren Kommunikation nicht spezifiziert. Das Gesamtbild des Quartals bleibt dennoch konstruktiv: Das Umsatzwachstum lag bei 7,9 Prozent, während das Gewinnwachstum mit 82,7 Prozent deutlich höher ausfiel, wenn auch beide Werte gegenüber dem ersten Quartal nachließen.

Bewertung und Analystenmeinungen

Zum Stand 13. Oktober 2026 wird IBM mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19,9 gehandelt. Zum 9. Oktober 2026 lag diese Kennzahl bei 20,16. Zum Vergleich: Der S&P 500 Index notiert mit einem KGV von 21,9. IBM handelt damit unter dem Marktdurchschnitt, was für Value-Investoren grundsätzlich attraktiv erscheinen mag.

Analysten haben ihre Einschätzungen allerdings nach unten korrigiert. Schätzungen zum fairen Wert der Aktie wurden von rund 294 Dollar auf etwa 244 Dollar reduziert. Die Anpassungen berücksichtigen niedrigere KGV-Annahmen, gedämpfte Umsatzerwartungen und Margendruck. Eine Welle von reduzierten Kurszielen begleitete diese Neubewertung.

Was die Neupositionierung für Anleger bedeutet

Die Verschiebung der strategischen Kommunikation hin zu wiederkehrenden Softwareumsätzen bietet Investoren ein stabileres Narrativ als die vorherige Fokussierung auf kumulative KI-Kennzahlen. Eine jährliche Basislinie wiederkehrender Umsätze in der größten Sparte schafft mehr Planbarkeit und entspricht der Erwartungshaltung langfristig orientierter Anleger.

Gleichzeitig zeigt die Verfehlung der Erwartungen im zweiten Quartal 2026, dass diese Stabilität nicht selbstverständlich ist. Verzögerungen bei Großverträgen und die daraus resultierende Senkung der Wachstumsprognose machen deutlich, dass IBM weiterhin Ausführungsrisiken ausgesetzt ist. Die aktuelle Bewertung unterhalb des Marktdurchschnitts spiegelt diese Unsicherheiten wider.

Für Value-Investoren bedeutet die neue Positionierung, dass IBM als Investment nun stärker auf dem Fundament wiederkehrender Umsätze ruht – nicht auf der Verheißung rasch wachsender KI-Aufträge. Wer zu den aktuellen Bewertungsmultiplikatoren einsteigt, sollte sich bewusst sein, dass die zentrale Ertragssäule des Unternehmens zuletzt Schwäche zeigte und Analysten ihre Erwartungen entsprechend angepasst haben.

Quellen

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