Alle Artikel
Delta Air Lines senkt Gewinnprognose für 2026 wegen gestiegener Treibstoffkosten
Aktien3 Min. Lesezeit

Delta Air Lines senkt Gewinnprognose für 2026 wegen gestiegener Treibstoffkosten

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Delta Air Lines senkte am 9. Oktober 2026 die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich, nachdem die Fluggesellschaft im dritten Quartal 500 Millionen US-Dollar mehr für Treibstoff ausgeben musste als im Juli erwartet.
  • Der bereinigte Gewinn je Aktie wird nun bei 5,10 bis 5,60 US-Dollar erwartet – zuvor hatte Delta 6,50 bis 7,50 US-Dollar in Aussicht gestellt.
  • Die US-Fluggesellschaften gaben in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 insgesamt 42,9 Milliarden US-Dollar für Treibstoff aus, was einem Anstieg von nahezu 13,2 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
  • Die Einnahmen aus Premium-Tickets wuchsen im dritten Quartal um 18 Prozent auf 6,818 Milliarden US-Dollar.
  • Die Aktie von Delta Air Lines fiel am Freitag, dem 9. Oktober 2026, im vorbörslichen Handel um 4,43 Prozent auf 78,50 US-Dollar.
Artikel anhören
0:00 / 4:27

Delta Air Lines senkte am 9. Oktober 2026 die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich, nachdem die Fluggesellschaft im dritten Quartal 500 Millionen US-Dollar mehr für Treibstoff ausgeben musste als im Juli erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird nun bei 5,10 bis 5,60 US-Dollar erwartet – zuvor hatte Delta 6,50 bis 7,50 US-Dollar in Aussicht gestellt. Finanzvorstand Erik Snell machte ausschließlich die gestiegenen Kerosinpreise für die Kürzung verantwortlich.

Quartalszahlen verfehlen Erwartungen trotz Umsatzrekord

Delta meldete für das dritte Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,72 US-Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 1,81 bis 1,88 US-Dollar. Es war das erste Mal seit sechs Quartalen, dass die Airline die Prognosen der Wall Street nicht übertreffen konnte. Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 20,186 Milliarden US-Dollar und lag damit über der Schätzung von 17,654 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte operative Umsatz kletterte um 16 Prozent auf einen Rekordwert von 17,585 Milliarden US-Dollar.

Die operative Marge fiel jedoch von 11,1 Prozent im Vorjahresquartal auf 9,4 Prozent. Die bereinigten Treibstoffkosten schnellten um 62 Prozent im Jahresvergleich auf 4,143 Milliarden US-Dollar nach oben. Der durchschnittliche Kerosinpreis lag bei 3,61 US-Dollar pro Gallone – ein Anstieg um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Branchenweit gestiegene Treibstoffkosten belasten US-Airlines

Delta rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Anstieg der Treibstoffkosten um 6 Milliarden US-Dollar – 2 Milliarden US-Dollar mehr als noch in früheren Schätzungen veranschlagt. Die US-Fluggesellschaften gaben in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 insgesamt 42,9 Milliarden US-Dollar für Treibstoff aus, was einem Anstieg von nahezu 13,2 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht – und das trotz leicht gesunkener Verbrauchsmengen.

Geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg unter Beteiligung des Iran, trieben die Preise für Rohöl und raffiniertes Kerosin weltweit nach oben. Analysten bezeichneten die aktuelle Lage als die schärfste Kostenkrise der Branche seit der Pandemie. Die US-Fluggesellschaften reagierten mit Preiserhöhungen: Die durchschnittlichen Ticketpreise stiegen in den fünf Monaten bis August 2026 um rund 25 Prozent.

Premium-Nachfrage stützt Umsatz trotz Kostendrucks

Delta profitierte von weiterhin starker Nachfrage im Premium-Segment. Die Einnahmen aus Premium-Tickets wuchsen im dritten Quartal um 18 Prozent auf 6,818 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz in der Economy-Klasse (Main Cabin) stieg um 12 Prozent auf 6,802 Milliarden US-Dollar. CEO Ed Bastian betonte, dass Delta trotz der Prognosesenkung keine Risse in der Reisenachfrage sehe.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Delta einen Umsatzanstieg von 20 Prozent auf 17,527 Milliarden US-Dollar, was über der Analystenschätzung von 17,192 Milliarden US-Dollar liegt. Das Quartal sei bereits zu rund 60 Prozent ausgebucht. Die operative Marge wird im Schlussquartal bei 7 bis 9 Prozent erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,15 und 1,65 US-Dollar liegen – Analysten hatten 1,51 US-Dollar prognostiziert.

Cashflow und Schuldenabbau bleiben auf Kurs

Der operative Cashflow belief sich im dritten Quartal auf 1,713 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow erreichte 463 Millionen US-Dollar. Delta geht davon aus, für das Gesamtjahr 2026 rund 2,5 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow zu erwirtschaften. Die Fluggesellschaft plant, im laufenden Jahr mehr als 2 Milliarden US-Dollar an Schulden zu tilgen. Der Vorsteuergewinn wird für das Gesamtjahr bei etwa 4,5 Milliarden US-Dollar erwartet – trotz der 6 Milliarden US-Dollar höheren Treibstoffkosten.

Aktie unter Druck

Die Aktie von Delta Air Lines fiel am Freitag, dem 9. Oktober 2026, im vorbörslichen Handel um 4,43 Prozent auf 78,50 US-Dollar. Die Prognosesenkung spiegelt den Kostendruck wider, dem die gesamte US-Luftfahrtbranche ausgesetzt ist. Ob andere große Carrier ihre Jahresausblicke ebenfalls anpassen werden, bleibt abzuwarten – die Branchendaten zu Treibstoffkosten und Ticketpreisen legen jedoch nahe, dass Delta mit den Herausforderungen nicht allein steht.

Quellen

Artikel teilen

X LinkedIn
Kommentare (0)

Anmelden, um zu kommentieren.

Das könnte dich auch interessieren

Newsletter abonnieren

Erhalte wöchentlich die wichtigsten Markt-Updates und Analysen direkt in dein Postfach.