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Cramer empfiehlt 90er-Tech-Legende als AI-Play: Nokia soll als Infrastruktur-Lieferant zurückkommen
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Cramer empfiehlt 90er-Tech-Legende als AI-Play: Nokia soll als Infrastruktur-Lieferant zurückkommen

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Jim Cramer empfahl am 16. September 2026 in der CNBC-Sendung Mad Money den Kauf der Nokia-Aktie und bezeichnete die Situation als großartig.
  • Die Nokia-Aktie legte im Jahr 2026 bis zum 17. September um rund 62 Prozent zu, über zwölf Monate gerechnet um mehr als 130 Prozent, und notierte bei 10,60 US-Dollar.
  • Nokia wird mit dem rund 22-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt, deutlich unter den Multiples von 30 und mehr, die für viele AI-Aktien typisch sind.
  • Das Unternehmen hat sich unter CEO Justin Hotard vom Smartphone-Hersteller zum Lieferanten von AI-Rechenzentren-Infrastruktur für Kunden wie Microsoft und Google gewandelt.
  • Nokia verfügt über ein AI-Auftragsbuch im Volumen von 2,8 Milliarden Euro, meldete aber im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow von etwa 835 Millionen US-Dollar.
  • Am 17. September 2026 gab Nokia eine erweiterte Partnerschaft mit Microsoft bekannt, die Netzwerkdaten-Vorbereitungszeit von Wochen auf Minuten verkürzen soll, woraufhin die Aktie um rund 3,8 Prozent zulegte.
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Jim Cramer empfahl am 16. September 2026 während der „Lightning Round"-Sektion seiner CNBC-Sendung „Mad Money" den Kauf der Nokia-Aktie. Der TV-Börsianer begründete seine Empfehlung mit der Transformation des finnischen Unternehmens vom gescheiterten Smartphone-Hersteller zum Lieferanten von Infrastruktur-Komponenten für AI-Rechenzentren.

„Ich mag Nokia sehr. Ich bin froh, dass Sie es zur Sprache bringen. Ich halte es für eine großartige Situation und würde genau hier kaufen", sagte Cramer laut TheStreet. Die Aktie notierte am 17. September 2026 bei 10,60 US-Dollar und hatte seit Jahresbeginn rund 62% zugelegt. Über zwölf Monate gerechnet betrug das Plus mehr als 130%.

Bewertung unter typischen AI-Multiples

Cramer hob die im Vergleich zu anderen AI-Titeln moderate Bewertung hervor. Nokia wird mit dem rund 22-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt – deutlich unter den Multiples von 30 und mehr, die für viele AI-Aktien üblich sind. Zum Vergleich zog Cramer BWX Technologies heran, einen Zulieferer für Nuklear-Kraftwerke, der mit dem 30-fachen des Gewinns gehandelt wird und ihm im aktuellen Zinsumfeld zu teuer erscheint.

Das historische Hoch der Nokia-Aktie liegt bei etwa 29 US-Dollar, vom damaligen Niveau ist der Kurs also noch deutlich entfernt. Allerdings belastete im zweiten Quartal ein negativer freier Cashflow von rund 835 Millionen US-Dollar die Bilanz. Das Unternehmen erwartet eine Erholung des Cashflows, sobald die laufende Restrukturierung 2027 abgeschlossen ist.

Vom Handy-Riesen zum Infrastruktur-Lieferanten

Unter CEO Justin Hotard hat sich Nokia neu positioniert. Das Unternehmen liefert heute Kernkomponenten für AI-Rechenzentren westlicher Hyperscaler – darunter optische Netzwerk-Ausrüstung, IP-Router, Glasfaser-Infrastruktur und traditionelle Mobilfunk-Technik für Carrier. Zu den Kunden zählen Microsoft und Google.

Am 17. September 2026, einen Tag nach Cramers Empfehlung, gab Nokia eine erweiterte Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Die Nokia Data Suite wird in Microsoft Fabric integriert, die einheitliche Analyseplattform des Konzerns. Laut Unternehmen soll die Integration die Vorbereitungszeit für Netzwerkdaten von Telekom-Betreibern von Wochen auf Minuten verkürzen – speziell für AI-Anwendungen. Die Aktie legte am Tag der Ankündigung um rund 3,8% zu.

Auftragsbuch von 2,8 Milliarden Euro

Nokia verfügt über ein AI-Auftragsbuch im Volumen von 2,8 Milliarden Euro. Analysten zufolge sollten Anleger drei Kennzahlen im Blick behalten: erstens das Tempo, mit dem diese Aufträge in tatsächliche Umsätze umgewandelt werden; zweitens den Zeitplan für die Cashflow-Erholung nach Abschluss der Restrukturierung 2027; drittens die Verbreitung der Microsoft-Fabric-Plattform unter Telekom-Betreibern.

Sollte einer dieser Faktoren hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte die aktuelle Bewertung schwer zu rechtfertigen sein, warnen Beobachter. Anleger, die ausschließlich aufgrund von Cramers Empfehlung einsteigen, sollten die Kapitalallokation sorgfältig prüfen.

Cramers AI-Strategie im Jahresverlauf

Cramer äusserte sich im Lauf des Jahres 2026 mehrfach zu AI-Investments. Am 9. Mai 2026 argumentierte er, dass massive, reale AI-Investitionen die Marktdynamik trotz Volatilität stützen würden. Am 6. März 2026 empfahl er den Kauf von Alphabet und Amazon als „Billionen-Dollar-AI-Aktien".

Ende 2025 hatte Cramer noch vor einer „Abrechnung" bei spekulativen AI- und Tech-Aktien gewarnt und die vorangegangene Phase als „Jahr des magischen Investierens" bezeichnet. Am 5. November 2025 nannte er vier AI-Titel – darunter Snowflake, Unusual Machines und Palantir – und betonte, dass „kluge Spekulation" das Leben verändern könne.

Nokia ist das jüngste Beispiel für Cramers Ansatz, etablierte Tech-Unternehmen mit AI-Bezug zu identifizieren, die noch nicht die Bewertungen reiner AI-Player erreicht haben.

Quellen

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