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KI-Agenten im Online-Shopping: Goldman Sachs sieht Visa und Mastercard als mögliche Profiteure
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KI-Agenten im Online-Shopping: Goldman Sachs sieht Visa und Mastercard als mögliche Profiteure

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Goldman Sachs schätzt, dass allein in den USA Konsumausgaben im Wert von rund 2,6 Billionen US-Dollar in Kategorien fallen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für agentenbasierten Handel eignen.
  • Jeder Anstieg der agentenbasierten Durchdringung im kartengestützten Offline-Handel um 2 Prozentpunkte könnte das E-Commerce-Wachstum um rund einen Prozentpunkt steigern.
  • Banken lehnen derzeit jährlich weltweit Zahlungen im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar fälschlicherweise als betrügerisch ab.
  • Einer Analyse vom 28. April 2026 zufolge testeten zu diesem Zeitpunkt 43 Prozent der Einzelhändler KI-Shopping-Agenten.
  • Goldman Sachs geht davon aus, dass der Prozess sich über drei bis fünf Jahre oder länger erstrecken dürfte.
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Künstliche Intelligenz verändert das Online-Shopping grundlegend: KI-Agenten übernehmen zunehmend Kaufentscheidungen für Verbraucher – vom automatischen Nachbestellen von Haushaltswaren bis zur Buchung von Fahrten. Goldman Sachs Global Investment Research schätzt, dass allein in den USA Konsumausgaben im Wert von rund 2,6 Billionen US-Dollar in Kategorien fallen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für sogenannten „agentic commerce" eignen – definiert als risikoarme Wiederholungskäufe. Die Analysten sehen in dieser Entwicklung eine strukturelle Verschiebung im Handel, die Zahlungsströme, Werbebudgets und Betrugsbekämpfung gleichermaßen betrifft.

Zahlungsnetzwerke als klare Profiteure

Visa und Mastercard zählen zu den potenziellen Gewinnern dieser Umwälzung. Mehr Online-Transaktionen – darunter auch Kleinkäufe, die bislang bar oder offline abgewickelt wurden – könnten den Zahlungsnetzwerken zusätzliche Umsätze bringen. Goldman Sachs rechnet vor: Jeder Anstieg der agentenbasierten Durchdringung im kartengestützten Offline-Handel um 2 Prozentpunkte könnte das E-Commerce-Wachstum um rund einen Prozentpunkt steigern.

Visa entwickelt bereits konkrete Lösungen für den automatisierten Zahlungsverkehr. Mit „Visa Intelligent Commerce" baut das Unternehmen Zahlungsdaten, Kontrollen, Authentifizierung und Schutzmechanismen direkt in automatisierte Kaufvorgänge ein, um KI-initiierte Transaktionen sicher und vertrauenswürdig abzuwickeln. Die Ankündigung erfolgte am 4. September 2026.

Auch Zahlungsabwickler wie Stripe, Adyen und Checkout werden als Nutznießer des wachsenden Transaktionsvolumens identifiziert. Die zentrale These: Wert folgt zunehmend der Kaufabsicht von Verbrauchern. Da diese Absicht künftig weniger über Suchmaschinen, Webshops oder Apps, sondern über KI-Agenten ausgedrückt wird, verschieben sich Werbebudgets, Zahlungsströme, Identitätsprüfung und Händlergebühren entsprechend.

Vertrauen entscheidet über Markterfolg

Mastercard-Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht die Unternehmen mit den vollmundigsten KI-Versprechen das Rennen machen werden, sondern jene, die autonome Zahlungen sicher, reguliert und im Alltag nützlich gestalten. Verbraucher setzen agentenbasiertes Shopping vor allem für alltägliche, wiederkehrende Aufgaben ein – insbesondere für die Haushaltsversorgung, bei der Agenten Bestände innerhalb vom Verbraucher gesetzter Limits bei zugelassenen Händlern auffüllen. Diese Alltagsnutzung schafft Gewohnheiten, weshalb das erste Zahlungserlebnis für die langfristige Akzeptanz entscheidend ist.

Goldman Sachs nennt fünf zentrale Fähigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden: Vertriebsstärke, Verbrauchervertrauen, Händleranbindung, Transaktionsinfrastruktur und die Fähigkeit, kommerzielle Absichten zu erfassen. Große Marktplätze, die in der Mitte jeder Transaktion sitzen, werden ebenfalls als wahrscheinliche Gewinner eingestuft.

Betrugsbekämpfung als Engpass

Herkömmliche regelbasierte Systeme zur Betrugserkennung stoßen in der neuen Umgebung an Grenzen. Transaktionen werden zunehmend durch Kontextsignale, Verbraucherverhalten und KI-gesteuerte Handelsströme geprägt. Banken lehnen derzeit jährlich weltweit Zahlungen im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar fälschlicherweise als betrügerisch ab – ein Reibungsverlust, der sich in einer Welt verschärft, in der KI-Agenten Käufe ohne traditionelle Kartenvorlagen-Signale initiieren.

Google hat mit seinem „Agent Payments Protocol" eine Initiative gestartet, die von mehr als 60 Organisationen unterstützt wird. Parallel entwickeln Betrugsbekämpfungsunternehmen Werkzeuge, um schädliche Agenten zu identifizieren und zu stoppen.

Vom Haushaltsbedarf bis Luxusgut: gestaffelte Einführung

Goldman Sachs geht davon aus, dass risikoarme, wenig komplexe Kategorien zuerst von Agenten übernommen werden. Produkte mit relativ geringer Markentreue – etwa Papierwaren, Reinigungsmittel, abgepackte Lebensmittel und Lebensmittel allgemein – können von Agenten auf Basis historischer Kaufdaten, Preisen, Lagerbeständen und Liefergeschwindigkeit nachbestellt werden. Auch Fahrdienstleistungen, Restaurantreservierungen und Lieferdienste erfüllen die Voraussetzungen für frühe Anwendung.

Am schwierigsten zu automatisieren sind Käufe mit hoher Personalisierung und hohen Fehlerkosten: Schuhe, Schmuck, bestimmte Bekleidung, Luxusgüter, Reisen, Hotels und Flüge erfordern ausgefeiltere Autorisierungs-, Bestätigungs- und Haftungsregeln. Die Gesamteinführung hängt von Transaktionskomplexität und den Kosten von Fehlentscheidungen ab; der Prozess dürfte sich über drei bis fünf Jahre oder länger erstrecken.

Pilotprojekte im Einzelhandel nehmen zu

Einer Analyse vom 28. April 2026 zufolge testeten zu diesem Zeitpunkt 43 Prozent der Einzelhändler KI-Shopping-Agenten. Die betroffenen Branchen reichen von E-Commerce über digitale Werbung und Zahlungsverkehr bis hin zu Identitätsprüfung, Betrugsbekämpfung und Cybersicherheit.

Strukturwandel mit Gewinnern und Verlierern

Die Migration der Kaufabsicht von Suchfeldern, Einzelhandelswebsites und Apps hin zu KI-Agenten-Schnittstellen verschiebt nicht nur Zahlungsströme, sondern auch Werbebudgets und Händlervertriebsgebühren. Unternehmen, die Transaktionsinfrastruktur kontrollieren – allen voran Visa und Mastercard – positionieren sich für eine zentrale Rolle in dieser neuen Handelsarchitektur. Ob sie diese Rolle langfristig behaupten können, hängt von ihrer Fähigkeit ab, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Vertrauen in autonome Zahlungsprozesse zu integrieren.

Quellen

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