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Jeff Bezos weist „gierige Vermieter" als Ursache der Immobilienkrise zurück
Wirtschaft3 Min. Lesezeit

Jeff Bezos weist „gierige Vermieter" als Ursache der Immobilienkrise zurück

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Jeff Bezos wies in einem Interview mit Fox News die These zurück, dass gierige Vermieter für hohe Wohnkosten in den Vereinigten Staaten verantwortlich sind.
  • Bezos führt die Immobilienkrise auf ein einfaches Angebot-und-Nachfrage-Problem zurück, das durch staatliche Eingriffe verursacht wird, die gleichzeitig Nachfrage subventionieren und Angebot begrenzen.
  • Die texanische Stadt Austin diente Bezos als Erfolgsmodell, da die Erleichterung des Wohnungsbaus dort zu einem Rückgang des durchschnittlichen Angebotspreises und der Durchschnittsmiete um mehr als 6 Prozent im Jahresvergleich führte.
  • Im Oktober 2026 überstiegen die Hypothekenzinsen 7 Prozent, bestehende Hausverkäufe sanken auf das niedrigste Niveau seit mehr als einem Jahr.
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Amazon-Gründer Jeff Bezos hat am 11. Oktober 2026 in einem Interview mit dem US-Sender Fox News die These zurückgewiesen, dass „gierige Vermieter" für die hohen Wohnkosten in den Vereinigten Staaten verantwortlich seien. Das Gespräch wurde in der Blue-Origin-Fabrik in Cape Canaveral, Florida, aufgezeichnet und in der Sendung „Special Report" ausgestrahlt.

Absage an die Vermieter-Kritik

Bezos äußerte sich klar gegen eine politische Erzählung, die Vermieter als Schuldige der Immobilienkrise darstellt: „Statt an der wirklichen Lösung zu arbeiten, zeigen bestimmte Politiker auf Vermieter und sagen: ‚Das ist die Schuld gieriger Vermieter.' Das ist nicht, was hier vor sich geht", sagte er. Diese Schuldzuweisung verfehle die eigentliche Ursache und stehe einer echten Lösung im Weg.

Der Milliardär bestritt nicht, dass Wohnraum „schmerzhaft teuer" geworden sei. Er räumte ein, dass die USA vor echten Erschwinglichkeitsproblemen stünden: Hohe Wohnkosten zwängen junge Menschen in weit entfernte Wohngegenden, manche müssten zwei Stunden außerhalb der Stadt leben, nur um sich eine Unterkunft leisten zu können.

Angebot und Nachfrage als Kern des Problems

Bezos führte die Krise auf ein „einfaches Angebot-und-Nachfrage-Problem" zurück, das den Grundprinzipien der Volkswirtschaftslehre folge. Verantwortlich seien staatliche Eingriffe, nicht das Verhalten von Vermietern: Kommunale Regierungen subventionierten die Nachfrage, während sie gleichzeitig das Angebot begrenzten – Programme förderten den Erwerb von Wohnraum, während gleichzeitig der Neubau erschwert werde. Diese Konstellation treibe die Preise nach oben.

Der Unternehmer empfahl Wählern, Politikern zu misstrauen, die sich darauf beschränkten, „Schurken auszusuchen und mit dem Finger zu zeigen". Wer in erster Linie mit Schuldzuweisungen führe, habe wahrscheinlich keine echte Lösung anzubieten.

Austin als positives Beispiel

Als Erfolgsmodell nannte Bezos die texanische Stadt Austin. Die Stadt habe im vergangenen Jahrzehnt den Wohnungsbau erleichtert, die Preise gingen nun zurück. Daten des Immobilienportals Realtor.com zeigten für Travis County – zu dem Austin gehört – einen Rückgang des durchschnittlichen Angebotspreises und der Durchschnittsmiete um jeweils mehr als 6 Prozent im Jahresvergleich.

Amazon kündigte im August 2026 den Bau einer milliardenschweren Robotik-Produktionsstätte in Austin an. Der Konzern hat nach eigenen Angaben seit 2010 insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in Texas investiert.

Gesetzgebung und Marktlage

Am 11. Juli 2026 trat der „ROAD to Housing Act" in Kraft. Das Gesetz soll den Wohnungsbau beschleunigen und Genehmigungen erleichtern – unter anderem werden kleinere Bauprojekte von bundesstaatlichen Umweltprüfungen ausgenommen. Zugleich behält das Gesetz gewisse Beschränkungen für große institutionelle Käufer von Einfamilienhäusern bei, kann aber lokale Behörden nicht zur Änderung ihrer Bebauungspläne zwingen.

Die Immobilienmärkte stehen weiter unter Druck: Im Oktober 2026 überstiegen die Hypothekenzinsen 7 Prozent und steigen weiter. Das Antragsvolumen fiel, bestehende Hausverkäufe sanken auf das niedrigste Niveau seit mehr als einem Jahr – Käufer bleiben vom Markt ausgeschlossen. Eine Analyse von Morgan Stanley ergab, dass die Erschwinglichkeit selbst bei einem Rückgang der Hypothekenzinsen auf 5 Prozent nicht auf das Niveau vor 2022 zurückkehren würde, auch weil viele Bestandseigentümer mit Krediten unterhalb dieser Schwelle nicht verkaufen wollen.

Sozialismus-Debatte und Erschwinglichkeit

Auf die Frage, warum Sozialismus bei einigen Amerikanern an Anziehungskraft gewinne, verwies Bezos auf die Erschwinglichkeitsprobleme: „Man kann nicht so tun, als ob diese Probleme nicht existieren." Er verknüpfte das Interesse an sozialistischen Ideen mit dem Mangel an echten Lösungen für Fragen der Bezahlbarkeit – äußerte sich aber nicht direkt zum Sozialismus selbst.

Persönliche Immobilienaktivitäten

Bezos' politische Aussagen stehen in Kontrast zu seinen eigenen Immobilienkäufen. Im Jahr 2024 erwarb er ein drittes Anwesen am Wasser im Großraum Miami für 87 Millionen US-Dollar, womit seine Gesamtausgaben im exklusiven Indian Creek Village auf 234 Millionen US-Dollar stiegen. Zuvor hatte er 2023 ein knapp zwei Hektar großes Anwesen für 79 Millionen US-Dollar gekauft und im Juni desselben Jahres eine angrenzende Villa für 68 Millionen US-Dollar erworben.

Quellen

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