Alle Artikel
Anthropic IPO vor der Tür: Warum Alphabet und Amazon als Hauptinvestoren profitieren
Aktien3 Min. Lesezeit

Anthropic IPO vor der Tür: Warum Alphabet und Amazon als Hauptinvestoren profitieren

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Anthropic plant für Herbst 2026 einen Börsengang mit einer angestrebten Bewertung von 2 Billionen US-Dollar und dem Ziel, 100 Milliarden US-Dollar durch neue Aktien einzunehmen, womit beide Werte die bisherigen IPO-Rekorde von SpaceX aus Juni 2026 übertreffen würden.
  • Amazon hat etwa 18 Milliarden US-Dollar über Vorzugsaktien und Wandelanleihen in Anthropic investiert und verfügt über weitere 15 Milliarden US-Dollar, die bei Erreichen bestimmter kommerzieller Meilensteine bereitgestellt werden.
  • Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Amazon einen Anstieg seiner börsennotierten Beteiligungen um 50,5 Milliarden US-Dollar, wovon der Großteil auf die Anthropic-Beteiligung entfiel, während Alphabet Netto-Buchgewinne von 99 Milliarden US-Dollar auswies.
  • Beide Tech-Konzerne bewerteten ihre Anthropic-Beteiligungen Ende des zweiten Quartals 2026 zu einer Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar und könnten beim IPO je nach Verdoppelung dieses Werts zusätzliche Gewinne in zweistelliger bis dreistelliger Milliardenhöhe realisieren.
  • Neben den direkten Bewertungsgewinnen profitieren Google Cloud und Amazon Web Services als wichtigste Cloud-Anbieter von Anthropic durch höhere Infrastrukturausgaben des KI-Unternehmens nach dem Kapitalzufluss aus dem Börsengang.
Artikel anhören
0:00 / 3:47

Anthropic bereitet für Herbst 2026 einen Börsengang vor, der mit einer angestrebten Bewertung von 2 Billionen US-Dollar und geplanten Einnahmen von 100 Milliarden US-Dollar neue Rekorde am Kapitalmarkt setzen würde. Das KI-Unternehmen könnte damit den bisherigen IPO-Rekordhalter SpaceX übertreffen, der im Juni 2026 mit einer Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar an die Börse ging und 86 Milliarden US-Dollar einnahm.

Amazon investierte 18 Milliarden US-Dollar in Anthropic

Amazon hat nach eigenen Angaben vom 12. September 2026 rund 18 Milliarden US-Dollar über Vorzugsaktien und Wandelanleihen in Anthropic investiert. Der E-Commerce- und Cloud-Konzern verfügt darüber hinaus über ein weiteres Investitionsvolumen von 15 Milliarden US-Dollar, das an das Erreichen bestimmter kommerzieller Meilensteine durch Anthropic geknüpft ist. Alphabet hält ebenfalls eine substanzielle Beteiligung am KI-Startup, die durch direkte Investitionen und Partnerschaften aufgebaut wurde.

Eine Wandelanleihe ist ein hybrides Finanzinstrument, das zunächst als Schuldtitel fungiert und dem Inhaber das Recht einräumt, die Anleihe zu einem späteren Zeitpunkt in Aktien des Emittenten umzuwandeln – üblicherweise zu vorher festgelegten Konditionen.

Buchgewinne von 50,5 Milliarden Dollar bei Amazon im zweiten Quartal

Beide Technologiekonzerne markierten ihre Anthropic-Beteiligungen Ende des zweiten Quartals 2026 zum Marktwert, nachdem das KI-Unternehmen in dieser Periode neues Kapital bei einer Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar aufgenommen hatte. Amazon verzeichnete dabei einen Anstieg seiner börsennotierten Wertpapiere um 50,5 Milliarden US-Dollar, wobei der Großteil dieser Zunahme auf die Anthropic-Beteiligung zurückging. Alphabet wies im zweiten Quartal 2026 Netto-Buchgewinne von 99 Milliarden US-Dollar aus, die sowohl durch den SpaceX-Börsengang als auch durch die Anthropic-Finanzierungsrunde getrieben wurden.

Potenzial für dreistellige Milliardengewinne beim Börsengang

Sollte Anthropic beim geplanten IPO seine Bewertung gegenüber der Finanzierungsrunde im zweiten Quartal 2026 verdoppeln, könnten beide Konzerne zusätzliche nicht realisierte Gewinne in Höhe von mehreren zehn Milliarden oder sogar hunderten Milliarden US-Dollar auf ihre Aktien und Wandelanleihen verbuchen. Diese Bewertungsgewinne würden sich direkt im GAAP-Nettogewinn niederschlagen.

Nach Ablauf der üblichen Lockup-Periode – einer Haltefrist, die Altaktionäre nach einem Börsengang für einen bestimmten Zeitraum am Verkauf ihrer Anteile hindert – könnten Amazon und Alphabet Kapital aus ihren Beteiligungen liquidieren. Die freigesetzten Mittel könnten für den Ausbau eigener KI-Rechenzentren eingesetzt werden, wie aus Berichten vom 16. September 2026 hervorgeht.

Cloud-Geschäft profitiert über Kundenumsätze

Neben den direkten Bewertungsgewinnen aus der Beteiligung würde der Börsengang Anthropic mit erheblichem neuem Kapital ausstatten, das in die Weiterentwicklung der KI-Modelle fließen dürfte. Als großer Kunde sowohl von Google Cloud als auch von Amazon Web Services würde Anthropic bei höheren Infrastrukturausgaben beide Cloud-Anbieter begünstigen. Alphabet hat nach Angaben vom 16. September 2026 bereits Schritte unternommen, um von erweiterten Infrastrukturinvestitionen des KI-Unternehmens zu profitieren.

Timing könnte Quartalsergebnisse beeinflussen

Aktionäre von Amazon und Alphabet dürften vom Anthropic-Börsengang profitieren, da beide Konzerne substanzielle Beteiligungen am KI-Startup halten. Der genaue Zeitpunkt des IPO im Verhältnis zur Quartalsberichterstattung könnte die Ergebnisse des vierten Quartals 2026 erheblich beeinflussen, je nachdem wann etwaige Bewertungsgewinne bilanziell erfasst werden. Amazon wird an der NASDAQ unter dem Ticker AMZN gehandelt, Alphabet unter den Symbolen GOOG und GOOGL.

Quellen

Artikel teilen

X LinkedIn
Kommentare (0)

Anmelden, um zu kommentieren.

Das könnte dich auch interessieren

Newsletter abonnieren

Erhalte wöchentlich die wichtigsten Markt-Updates und Analysen direkt in dein Postfach.