
Anthropic vor Börsengang: Wie DACH-Anleger jetzt in das Amazon-Backed KI-Unternehmen investieren können
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Anthropic reichte am 1. Juni 2026 eine vertrauliche S-1-Registrierung bei der Securities and Exchange Commission ein und strebt laut Quellen vom 18. September 2026 einen Börsengang für Oktober 2026 an.
- Die letzte Finanzierungsrunde im Mai 2026 bewertete Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar und übertraf damit zu diesem Zeitpunkt die Bewertung von OpenAI.
- Amazon ist mit insgesamt 13 Milliarden US-Dollar bereits investiert und hat Zusagen für bis zu 33 Milliarden US-Dollar abgegeben, darunter ein Vertrag aus April 2026, der Anthropic zur Nutzung von AWS-Cloud-Technologie für über 100 Milliarden US-Dollar verpflichtet.
- Eine Umfrage von The Motley Fool ergab im September 2026, dass 70 Prozent der befragten Anleger den Kauf von Anthropic-Aktien beim Börsengang in Erwägung ziehen.
- Privatanleger im DACH-Raum können bislang nur indirekt über börsennotierte Anteilseigner wie Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, Zoom und Salesforce in Anthropic investieren, da direkter Zugang zu Pre-IPO-Anteilen nicht verfügbar ist.
Das KI-Unternehmen Anthropic bereitet sich auf einen Börsengang vor, der bereits im Oktober 2026 stattfinden könnte. Am 1. Juni 2026 reichte das Unternehmen eine vertrauliche S-1-Registrierung bei der Securities and Exchange Commission ein. Quellen vom 18. September 2026 nennen Oktober 2026 als frühestmöglichen Zeitpunkt für die öffentliche Notierung, mit einem breiteren Zeitfenster bis Ende 2026.
Ein direkter Kauf von Anthropic-Aktien über herkömmliche Brokerage-Plattformen ist für Privatanleger im DACH-Raum derzeit nicht möglich. Die Anteile werden erst nach der Börsennotierung über reguläre Handelsplätze verfügbar sein. Sekundärmärkte für Pre-IPO-Investitionen existieren zwar, bleiben jedoch den meisten Privatanlegern verschlossen.
Bewertung auf Rekordniveau
Die letzte Eigenkapitalrunde im Mai 2026 bewertete Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar. Diese Bewertung übertraf zum damaligen Zeitpunkt die jüngste Bewertung von OpenAI, wie aus einem Bericht vom 6. Juli 2026 hervorgeht. Quellenverweise aus September 2026 erwähnen künftige Bewertungsszenarien von bis zu 2 Billionen US-Dollar.
Das Unternehmen habe laut Berichten vom 6. Juli 2026 im Jahr 2026 "enorme Produktfortschritte" erzielt, die einen früheren Börsengang als bei Konkurrenten wie OpenAI ermöglichen könnten. OpenAI erwäge Berichten zufolge, bis 2027 zu warten.
Amazon als Hauptinvestor mit Milliarden-Engagement
Amazon ist der größte Finanzier von Anthropic unter den börsennotierten Unternehmen. Der E-Commerce- und Cloud-Konzern hat bereits 13 Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmen investiert, wie am 15. September 2026 berichtet wurde. Weitere Verpflichtungen summieren sich auf bis zu 33 Milliarden US-Dollar, darunter eine frische Finanzierungsrunde von 5 Milliarden US-Dollar aus einem Vertrag vom April 2026.
In diesem Abkommen verpflichtete sich Anthropic, in den kommenden Jahren mehr als 100 Milliarden US-Dollar für AWS-Cloud-Technologie auszugeben. Laut einem Bericht vom 22. September 2026 sind Amazons Trainium-Chips "fest bei Anthropic verankert", und das KI-Unternehmen arbeitet direkt mit Amazon an Verbesserungen dieser Chip-Architektur.
Für DACH-Anleger stellt der Kauf von Amazon-Aktien (NASDAQ: AMZN) damit die direkteste Form einer indirekten Beteiligung an Anthropic dar. Die Amazon-Aktie wird an deutschen Börsen und über internationale Broker gehandelt, wobei Euro-Anleger Währungsrisiken berücksichtigen sollten.
Weitere börsennotierte Anteilseigner
Neben Amazon haben weitere Technologiekonzerne Eigenkapitalanteile an Anthropic erworben:
- Alphabet (NASDAQ: GOOGL, GOOG) strukturierte eine ähnliche Beteiligung durch Eigenkapital und Verträge mit Google Cloud.
- Microsoft (NASDAQ: MSFT) und Nvidia (NASDAQ: NVDA) investierten beide in der Series-G-Finanzierungsrunde im Mai 2026. Anthropic nutzt Microsoft Azure für bestimmte Workloads und bezieht GPU-Cluster von Nvidia.
- Zoom und Salesforce beteiligten sich über ihre jeweiligen Venture-Arme, wie am 18. September 2026 berichtet wurde.
Diese Aktien sind über deutsche Broker und Direktbanken handelbar. Schweizer Anleger können sie über lokale Banken oder internationale Plattformen erwerben, österreichische Investoren ebenfalls über heimische Depotanbieter. Die Wertentwicklung dieser Titel hängt allerdings von deutlich mehr Faktoren ab als nur vom Erfolg der Anthropic-Beteiligung.
Indirekte Investition über Exchange Traded Funds
Eine weitere Möglichkeit bieten Exchange Traded Funds, die Pre-IPO-Anteile an Unternehmen wie Anthropic halten. Ein identifizierter Fonds wies im August 2026 einen Anthropic-Anteil von 3,9 Prozent des Nettovermögens aus, wie am 21. September 2026 gemeldet wurde. Solche Fonds ermöglichen eine breitere Diversifikation, bündeln jedoch oft mehrere Technologie- und KI-Investments.
DACH-Anleger sollten prüfen, ob diese Fonds über ihre Depotbank zugänglich sind und welche Gebührenstrukturen gelten. Exchange Traded Funds mit Pre-IPO-Positionen können höhere Verwaltungskosten aufweisen als klassische Index-ETFs.
Anlegerinteresse auf hohem Niveau
Eine Umfrage von The Motley Fool, deren Ergebnisse am 18. September 2026 veröffentlicht wurden, ergab, dass 70 Prozent der befragten Investoren den Kauf von Anthropic- oder OpenAI-Aktien beim jeweiligen Börsengang in Erwägung ziehen. Dieses Interesse erklärt, warum Anleger bereits jetzt indirekte Beteiligungswege suchen, statt auf die öffentliche Notierung zu warten.
Die hohe Nachfrage könnte bei einem erfolgreichen Börsengang zu einem deutlichen Kursanstieg am ersten Handelstag führen. Historisch verzeichneten hoch bewertete Tech-IPOs oft erhebliche Schwankungen in den ersten Wochen, was für risikobewusste Anleger eine Überlegung wert ist.
Risiken und Einordnung für Privatanleger
Indirekte Investments über Amazon, Alphabet oder andere Anteilseigner bieten zwar Zugang zur Wertentwicklung von Anthropic, spiegeln diese jedoch nur teilweise wider. Der Anthropic-Anteil macht bei den meisten börsennotierten Investoren nur einen Bruchteil des Gesamtunternehmens aus. Entsprechend fallen Kursveränderungen von Anthropic bei diesen Aktien kaum ins Gewicht.
Privatanleger sollten zudem beachten, dass die Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar auf privatem Venture-Kapital basiert und nicht durch öffentliche Marktmechanismen validiert wurde. Nach dem Börsengang können erhebliche Bewertungskorrekturen auftreten, falls das Unternehmen die hohen Erwartungen nicht erfüllt.
Für Anleger aus der Schweiz, Deutschland und Österreich kommen bei US-Investments zusätzlich Währungsrisiken hinzu. Der Wechselkurs zwischen Euro oder Schweizer Franken und US-Dollar kann die Rendite erheblich beeinflussen, unabhängig von der Kursentwicklung der Aktie selbst.
Zeitfenster bis zum Börsengang
Sollte Anthropic den anvisierten Zeitplan einhalten, verbleibt DACH-Anlegern nur noch ein kurzes Zeitfenster für indirekte Pre-IPO-Investments. Nach der öffentlichen Notierung werden die Aktien direkt handelbar sein, allerdings zu Kursen, die der Markt dann bestimmt.
Ob ein Investment vor oder nach dem Börsengang sinnvoller ist, hängt von der individuellen Risikotoleranz und der Marktlage zum IPO-Zeitpunkt ab. Direkte Käufe nach der Notierung ermöglichen eine genauere Bewertung der Marktreaktion, während indirekte Positionen über Amazon und andere Investoren bereits jetzt eine – wenn auch stark verdünnte – Beteiligung erlauben.
Quellen
- Want to Invest in Anthropic Before Its IPO? Here's How.
- Want to Invest in Anthropic Before Its IPO? Here's How. | The Motley Fool
- Got $5,000?: 2 Magnificent AI Cloud Stocks to Buy Before the Anthropic IPO | The Motley Fool
- Anthropic Could Be the Next Mega IPO: Here's How to Invest in It Before It Goes Public | The Motley Fool
- Two Ways to Invest in Anthropic Pre-IPO - NerdWallet