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Anthropic vor Mega-Deal: 1 GW Datacenter-Kapazität – welche Aktien vom KI-Infrastruktur-Ausbau profitieren
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Anthropic vor Mega-Deal: 1 GW Datacenter-Kapazität – welche Aktien vom KI-Infrastruktur-Ausbau profitieren

Von Redaktion aktie.com · Geprüft von Martin Schülbe

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Anthropic verhandelt laut einem Bericht von The Information vom 22. September 2026 mit Stream Data Centers über die Anmietung von bis zu 1 Gigawatt Rechenleistung, die Tensor Processing Units von Broadcom und Google beherbergen soll.
  • Stream Data Centers wird mehrheitlich von Apollo Global Management finanziert, das gemeinsam mit Blackstone im Mai 2026 ein Schuldenpaket über 36 Milliarden Dollar für den Kauf von Google-TPUs für Anthropic auflegte.
  • Amazon hält etwa 21 Prozent der Anteile an Anthropic und buchte im ersten Quartal 2026 aus dieser Beteiligung einen Vorsteuergewinn von 16,8 Milliarden Dollar, davon 12,3 Milliarden Dollar aus einer Aufwertung.
  • Im April 2026 verpflichtete sich Anthropic, über die nächsten zehn Jahre mehr als 100 Milliarden Dollar für AWS-Infrastruktur auszugeben, vor allem für Amazons KI-Chips Trainium und Graviton.
  • Anthropic wurde in der Finanzierungsrunde vom Mai 2026 mit 965 Milliarden Dollar bewertet; für den erwarteten Börsengang werden deutlich höhere Bewertungen diskutiert.
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Anthropic verhandelt laut einem Bericht von The Information vom 22. September 2026 mit Stream Data Centers über die Anmietung von bis zu 1 Gigawatt Rechenleistung. Die Gespräche befinden sich demselben Bericht zufolge in einem frühen Stadium; ein Abschluss steht nicht fest. Stream Data Centers wird mehrheitlich von Apollo Global Management finanziert, einem der weltweit größten Vermögensverwalter mit Fokus auf alternative Investments.

TPUs von Broadcom und Google im Zentrum der Infrastruktur

Die geplante Kapazität soll dem Bericht zufolge Tensor Processing Units (TPUs) beherbergen, die von Broadcom und Google entworfen wurden; alternativ seien auch Nvidia-GPUs oder andere KI-Chips möglich. Google soll zudem über eine Kreditgarantie für das Projekt gesprochen haben, deren Umfang offen ist. TPUs sind spezialisierte Chips für maschinelles Lernen, die deutlich effizienter als herkömmliche Grafikprozessoren arbeiten. Anthropic würde als direkter Mieter in der neuen Einrichtung fungieren und damit die Abhängigkeit von traditionellen Cloud-Service-Anbietern verringern.

Der Deal zeigt einen strategischen Schwenk: Statt ausschließlich auf Hyperscaler wie Amazon Web Services (AWS) zu setzen, sichert sich Anthropic eigene Rechenzentrumskapazität. Dies verschafft dem KI-Labor mehr Kontrolle über seine Infrastruktur und potenziell bessere Kostenstrukturen bei steigendem Bedarf.

Amazon profitiert mehrfach vom Anthropic-Wachstum

Amazon hält etwa 21 Prozent der Anteile an Anthropic. Aus dieser Beteiligung buchte der Konzern allein im ersten Quartal 2026 einen Vorsteuergewinn von 16,8 Milliarden Dollar, davon 12,3 Milliarden Dollar aus einer Aufwertung des Anteils. Anthropic wurde in der Finanzierungsrunde vom Mai 2026 mit 965 Milliarden Dollar bewertet; für den erwarteten Börsengang werden deutlich höhere Bewertungen diskutiert.

Im April 2026 verpflichtete sich Anthropic, über die nächsten zehn Jahre mehr als 100 Milliarden Dollar für AWS-Infrastruktur auszugeben. Die Vereinbarung umfasst vor allem die Nutzung von Amazons hauseigenen Chips: die KI-Beschleuniger Trainium2 bis Trainium4 sowie die Graviton-Prozessoren. Amazon profitiert damit auf drei Ebenen: durch die Beteiligung, die AWS-Commitments und als Chiplieferant.

Diversifizierte Infrastruktur-Strategie

Die parallelen Verhandlungen mit Stream Data Centers bedeuten nicht das Ende der Amazon-Partnerschaft. Vielmehr verfolgt Anthropic eine diversifizierte Infrastruktur-Strategie: AWS für einen Teil der Workloads, eigene Rechenzentrumskapazität für andere. Dies reduziert Risiken und verschafft Verhandlungsspielraum bei künftigen Preisverhandlungen.

Apollo und Blackstone rüsten KI-Infrastruktur aus

Apollo Global Management arbeitet gemeinsam mit Blackstone an einem Schuldenpaket über 36 Milliarden Dollar, mit dem über eine Zweckgesellschaft von Google entwickelte TPUs für Anthropic gekauft werden sollen; Broadcom garantiert dabei den Restwert für rund 31 Milliarden Dollar vorrangige Tranchen. Die Transaktion wurde am 28. Mai 2026 bekannt. Ob Stream Data Centers Teil dieser Struktur ist, geht aus den Berichten nicht hervor.

Käme der Mietvertrag zustande, bekäme Apollo langfristige, stabile Einnahmen aus einem der am schnellsten wachsenden Segmente der Tech-Branche. Rechenzentren mit langfristigen Mietverträgen an kapitalstarke KI-Labore gelten als attraktive Infrastruktur-Investments mit planbaren Cashflows.

Welche Aktien profitieren vom KI-Infrastruktur-Boom?

Mehrere börsennotierte Unternehmen sind direkt oder indirekt an Anthropics Infrastruktur-Ausbau beteiligt:

  • Amazon (AMZN): Profitiert durch die 21-prozentige Beteiligung, die AWS-Commitments über 100 Milliarden Dollar und als Chiplieferant mit Trainium und Graviton.
  • Broadcom (AVGO): Entwirft gemeinsam mit Google die TPUs, die in der geplanten Stream-Infrastruktur zum Einsatz kommen sollen.
  • Micron Technology (MU): Zählt zu den strategischen Hardware-Partnern von Anthropic und liefert Speicherlösungen für KI-Workloads.
  • Samsung Electronics und SK Hynix: Anthropic nennt beide südkoreanischen Konzerne neben Micron als strategische Technologiepartner und schloss im Juli 2026 Liefervereinbarungen mit ihnen ab. Welche Komponenten diese umfassen, wurde nicht offengelegt; eine Zusage über High-Bandwidth-Memory ist nicht belegt.

Apollo Global Management: Private-Equity-Profiteur

Apollo Global Management (APO) ist börsennotiert und könnte von langfristigen Mieteinnahmen aus Stream Data Centers profitieren. Die Finanzierung von Rechenzentren für KI-Labore passt in Apollos Strategie, in reale Assets mit langfristigen Verträgen zu investieren.

Infrastruktur-Wette mit langfristiger Perspektive

Der Trend, dass KI-Labore direkt in Rechenzentrumskapazität investieren, dürfte sich fortsetzen. Die Verhandlungen von Anthropic illustrieren, dass führende KI-Unternehmen die Kontrolle über ihre Infrastruktur ausbauen möchten, statt sich ausschließlich auf Cloud-Anbieter zu verlassen.

Für Anleger bedeutet dies: Der KI-Boom beschränkt sich nicht auf Software-Unternehmen. Chip-Hersteller, Speicher-Produzenten, Rechenzentrum-Betreiber und deren Finanzierer profitieren ebenfalls von der massiven Nachfrage nach Rechenkapazität. Die Infrastruktur-Ebene könnte langfristig stabiler wachsen als die volatileren Software-Segmente.

Quellen

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