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Amazon-Steuer für Online-Händler: Höhere Lagersteuer gilt seit April 2026 – UK-Budget am 28. Oktober
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Amazon-Steuer für Online-Händler: Höhere Lagersteuer gilt seit April 2026 – UK-Budget am 28. Oktober

Von Redaktion aktie.com · Geprüft von Martin Schülbe

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Großbritannien besteuert große Verteilerlager von Online-Händlern wie Amazon seit April 2026 über einen eigenen höheren Gewerbesteuer-Multiplikator, um dem stationären Einzelhandel durch niedrigere Sätze zu helfen.
  • Schatzkanzler John Healey stellt das Autumn Budget am Mittwoch, 28. Oktober 2026, vor; erwartet wird darin die weitere Reform der Gewerbesteuer.
  • Die Abschaffung der Zollbefreiung für Importe bis 135 Pfund wurde am 13. Juli 2026 bestätigt, tritt aber erst bis spätestens Oktober 2028 in Kraft.
  • Digitale Plattformen wie Amazon, eBay und Etsy müssen seit Januar 2024 Verkäuferdaten an HMRC melden, wenn diese 1.700 Pfund Umsatz oder mindestens 30 Verkäufe pro Jahr erreichen.
  • Amazon hat im Juni 2026 Änderungen an der Umsatzsteuer-Berechnung vorgenommen, die Anpassungen in der Buchhaltung von Online-Händlern erforderlich machen.
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Großbritannien besteuert große Verteilerlager, wie sie Online-Händler wie Amazon nutzen, seit April 2026 höher. Grundlage ist ein eigener, höherer Gewerbesteuer-Multiplikator für Gewerbeimmobilien mit einem Rateable Value ab 500.000 Pfund; er wurde bereits im Autumn Budget 2024 der damaligen Schatzkanzlerin Rachel Reeves angekündigt und soll kleineren Einzelhandelsbetrieben über niedrigere Sätze zugutekommen. Beim Autumn Budget am 28. Oktober 2026 geht es nun um die weitere Reform der Gewerbesteuer.

Budget-Rede am 28. Oktober 2026

Schatzkanzler John Healey MP wird das Autumn Budget am Mittwoch, 28. Oktober 2026, vorstellen. Zeitgleich veröffentlicht das Office for Budget Responsibility einen begleitenden Bericht. Der Zeitpunkt fällt rund vier Wochen vor Black Friday, mitten in die Phase, in der Online-Händler bereits Lagerbestände, Werbebudgets und saisonales Personal geplant haben.

Die seit April 2026 geltende Steueranhebung auf Lagerhäuser ist Teil einer breiteren Strategie, die Steuerlast zwischen Online-Handel und stationärem Einzelhandel neu zu verteilen. Kleinere Geschäfte in Innenstädten zahlen traditionell höhere Gewerbesteuern pro Quadratmeter als große Logistikzentren außerhalb der Städte, was dem stationären Handel einen strukturellen Nachteil verschafft.

Weitere Steuerreformen für Online-Verkäufer

Neben der Lagersteuer stehen weitere Änderungen an. Die Abschaffung der Zollbefreiung für preiswerte Importe bis 135 Pfund ist beschlossen, aber noch nicht in Kraft: Die Regierung bestätigte die Aufhebung am 13. Juli 2026; umgesetzt werden soll sie bis spätestens Oktober 2028, zusammen mit einem neuen verpflichtenden Zollverfahren für Sendungen mit geringem Wert. Die Regelung betrifft vor allem günstige Waren aus dem Ausland, die bislang ohne Zollabgaben ins Land kommen.

Das Finanzministerium plant zudem eine Konsultation zur Mehrwertsteuerliabilität bei Marketplace-Verkäufen durch UK-Unternehmen. Diese Reform wird die Auszahlungen an Verkäufer potenziell verändern, Details stehen jedoch noch aus.

Datenmeldepflichten bereits in Kraft

Seit 1. Januar 2024 müssen digitale Plattformen wie eBay, Etsy, Vinted, Amazon und Airbnb Verkäuferdaten an die britische Steuerbehörde HMRC melden. Die Meldepflicht greift, wenn Verkäufer einen Umsatz von rund 1.700 Pfund (circa 2.000 Euro) oder mindestens 30 Verkäufe in einem Kalenderjahr erreichen. Daten für 2025 wurden bis 31. Januar 2026 an HMRC übermittelt, Verkäufer erhielten eine Kopie zugesandt.

Die Maßnahme zielt darauf ab, Steuerhinterziehung im Online-Handel zu erschweren. HMRC kann nun systematisch prüfen, ob Verkäufer ihre Einkünfte korrekt deklarieren.

Amazon-spezifische Anpassungen

Amazon selbst hat im Juni 2026 Änderungen an der Umsatzsteuer-Berechnung vorgenommen, die Anpassungen in der Buchhaltung von Online-Händlern erforderlich machen. Die Änderungen betreffen die Art und Weise, wie die Plattform Umsatzsteuer auf Transaktionen berechnet und ausweist.

Für Amazon FBA-Verkäufer (Fulfillment by Amazon) – ein Modell, bei dem Amazon Lagerung, Versand und Kundenservice übernimmt – gelten zudem besondere Einkommensteuerpflichten auf alle Gewinne aus dem Online-Handel. Das britische Mehrwertsteuersystem kennt drei Sätze: 20 Prozent Regelsatz, 5 Prozent ermäßigter Satz und 0 Prozent Nullsatz.

Planung für 2027 empfohlen

Steuerberater empfehlen Online-Verkäufern, nicht auf die Budget-Rede zu warten, um das vierte Quartal 2026 zu planen. Die meisten Ratenänderungen gelten vom Beginn des Steuerjahres an, nicht vom Ankündigungstag. Der praktische Fokus sollte auf der Planung für 2027 liegen, da die Budget-Entscheidungen primär das kommende Steuerjahr betreffen.

Für Händler, die über Amazon EFN (European Fulfillment Network) exportieren, können Unklarheiten bezüglich Wertgrenzen und Zollverantwortlichkeiten entstehen. Amazon weist teilweise die steuerliche Verpflichtung des Händlers zurück und erklärt, der Kunde als Einführender trage die Zollverantwortung.

Quellen

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