
Amazon Nuclear Deal: 20-Jahres-Vertrag für Atomstrom – welche Uran- und SMR-Aktien profitieren
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Amazon unterzeichnete am 30. September 2026 einen 20-Jahres-Vertrag mit Constellation Energy über 690 Megawatt Atomstrom aus dem Calvert Cliffs Clean Energy Center in Maryland, verbunden mit Investitionen von über 3 Milliarden Dollar.
- Der Tech-Konzern verfolgt eine duale Nuclear-Strategie: Neben traditionellen Kernkraftwerken investiert Amazon in Small Modular Reactors (SMRs) mit Energy Northwest in Washington State, die ab Anfang der 2030er-Jahre bis zu 960 Megawatt Kapazität liefern sollen.
- Constellation Energy Corporation ist direkter Profiteur des 20-Jahres-Deals, während Amazon zusätzlich in den SMR-Entwickler X-energy investiert, dessen Reaktordesign für die Washington-Projekte zum Einsatz kommt.
- Uranpreise liegen laut Marktdaten vom 24. September 2026 bei rund 90 Dollar pro Pfund und haben sich damit deutlich von den Tiefstständen unter 20 Dollar nach der Fukushima-Katastrophe erholt.
- Amazon begründet die Nuclear-Investments mit dem steigenden Strombedarf von AI-Rechenzentren und dem Ziel, bis 2040 klimaneutral zu operieren, wie AWS-CEO Matt Garman am 7. Mai 2026 erklärte.
Amazon unterzeichnete am 30. September 2026 einen 20-Jahres-Stromvertrag mit Constellation Energy Corporation (NASDAQ:CEG) über 690 Megawatt Atomstrom aus dem Calvert Cliffs Clean Energy Center in Lusby, Maryland. Der Deal umfasst Investitionen von über 3 Milliarden Dollar in Anlagenerweiterungen und Modernisierungen und soll den wachsenden Strombedarf von Amazons AI-Rechenzentren decken.
Der Vertrag verlängert die Betriebsdauer des Kernkraftwerks und prüft zugleich Möglichkeiten für neue Reaktoren am Standort. Amazon sichert sich damit eine langfristige, CO₂-freie Stromquelle für seine Cloud-Infrastruktur, während Constellation Energy Planungssicherheit für umfangreiche Infrastrukturinvestitionen erhält.
Duale Nuclear-Strategie: Traditionelle Meiler und SMR-Technologie
Amazon verfolgt parallel zwei Ansätze in der Atomenergie. Neben dem Constellation-Vertrag für bestehende Kernkraftwerke setzt der Konzern auf Small Modular Reactors – kleinere, modular aufgebaute Atomreaktoren, die schneller und kostengünstiger errichtet werden sollen als konventionelle Großanlagen.
Am 7. Mai 2026 gab Amazon eine Partnerschaft mit Energy Northwest bekannt, einem Konsortium staatlicher Versorgungsunternehmen im US-Bundesstaat Washington. Das Projekt nahe der Columbia Generating Station in Richland sieht in einer ersten Phase vier SMR-Module mit insgesamt 320 Megawatt Kapazität vor. Eine Erweiterung auf bis zu acht zusätzliche Module würde die Gesamtkapazität auf 960 Megawatt steigern. Die Anlagen sollen Anfang der 2030er-Jahre ans Netz gehen.
Amazon finanziert die initiale Machbarkeitsstudie und sichert sich das Recht, Strom aus dem ersten Projekt zu beziehen. Die verbleibende Kapazität steht den Energy-Northwest-Versorgern für die Belieferung von Haushalten und Unternehmen zur Verfügung. Kevin Miller, Vice President Global Data Centers bei Amazon, erklärte am 7. Mai 2026: „Dieses neue SMR-Projekt ist ein bedeutender Schritt in Richtung unseres Climate Pledge-Ziels, bis 2040 CO₂-neutral zu operieren."
Investment in SMR-Entwickler X-energy
Zusätzlich zu Stromabnahmeverträgen investiert Amazon direkt in X-energy, einen Entwickler von SMR-Technologie und Brennstoffen. Das Reaktordesign von X-energy kommt in den Energy-Northwest-Projekten zum Einsatz. Mit dieser Beteiligung positioniert sich Amazon nicht nur als Abnehmer, sondern auch als Kapitalgeber für die Entwicklung der SMR-Technologie.
Ein Small Modular Reactor ist ein Kernreaktor mit einer elektrischen Leistung von typischerweise unter 300 Megawatt pro Modul, der in Fabriken vorgefertigt und vor Ort zusammengebaut wird. Im Gegensatz zu traditionellen Großkraftwerken versprechen SMRs kürzere Bauzeiten, geringere Investitionskosten pro Modul und höhere Flexibilität bei der Standortwahl.
Welche Aktien profitieren vom Amazon-Deal?
Constellation Energy Corporation (NASDAQ:CEG) ist der unmittelbare Profiteur des 20-Jahres-Vertrags. Der Betreiber des Calvert Cliffs Clean Energy Center sichert sich mit dem Amazon-Deal eine langfristige Einnahmequelle und die Finanzierung von Modernisierungen im Milliardenwert. Der Vertrag stärkt Constellations Position als Anbieter CO₂-freier Energie für den Tech-Sektor.
NuScale Power (Ticker: SMR) wird in Marktkommentaren als Profiteur von Amazons Bereitschaft genannt, mit traditionellen Netzbetreibern für regionale Stromversorgung zusammenzuarbeiten. NuScale entwickelt ebenfalls SMR-Technologie und könnte von der wachsenden Nachfrage großer Tech-Konzerne nach modularen Atomkraftwerken profitieren.
X-energy, das Amazons Investment erhielt, ist nicht börsennotiert. Eine direkte Investitionsmöglichkeit für Privatanleger besteht daher nicht.
Uranmarkt: Preise bei rund 90 Dollar pro Pfund
Uran notierte laut Marktdaten vom 24. September 2026 bei rund 90 Dollar pro Pfund. Die Preise haben sich damit deutlich von den Tiefstständen unter 20 Dollar erholt, die nach der Fukushima-Katastrophe 2011 erreicht wurden. Das Unglück in Japan führte zu einem etwa zehnjährigen Stillstand in der Nuclear-Entwicklung weltweit.
Amazons Engagement in traditionellen Kernkraftwerken und SMRs signalisiert eine veränderte Marktdynamik: Der Tech-Sektor treibt die Nachfrage nach CO₂-freier Grundlastenergie, um den massiv steigenden Strombedarf von AI-Rechenzentren zu decken. AWS-CEO Matt Garman erklärte am 7. Mai 2026: „Nuclear ist eine sichere, CO₂-freie Energiequelle, die unsere Operationen antreiben und die wachsenden Anforderungen unserer Kunden erfüllen kann."
Timeline der Amazon-Nuclear-Deals
Amazons Nuclear-Strategie entwickelte sich in mehreren Schritten. Im Oktober 2024 kündigte der Konzern erste SMR-Vereinbarungen an. Am 7. Mai 2026 folgten die Partnerschaft mit Energy Northwest und das Investment in X-energy. Ende September 2026 kam der 20-Jahres-Vertrag mit Constellation Energy hinzu.
Die Strategie zeigt eine zeitliche Diversifizierung: Der Constellation-Deal liefert sofort verfügbare Kapazitäten aus bestehenden Anlagen. Die SMR-Projekte adressieren den künftigen Bedarf ab Anfang der 2030er-Jahre. Amazon finanziert damit sowohl kurzfristige als auch langfristige Stromversorgung für seine wachsende Infrastruktur.
Bedeutung für den Sektor
Amazons Nuclear-Engagement ist Teil eines breiteren Trends: Tech-Konzerne suchen nach CO₂-freien Energiequellen, um AI-Rechenzentren zu betreiben und gleichzeitig Klimaziele zu erreichen. Die Bereitschaft, Milliarden in Nuclear-Infrastruktur zu investieren, könnte Versorgungsunternehmen und Entwickler ermutigen, weitere Projekte anzugehen.
Der private Sektor übernimmt dabei eine treibende Rolle. Amazon finanziert Machbarkeitsstudien, sichert langfristige Abnahmeverträge und investiert direkt in Technologieentwickler – ein Modell, das die Finanzierung und Umsetzung von Nuclear-Projekten beschleunigen könnte, die traditionell lange Planungs- und Genehmigungsphasen durchlaufen.
Quellen
- Amazon invests in nuclear SMR company, signs several SMR deals to power data centers
- Amazon Signs 20 Year Nuclear Power Deal. That's Great News for This Nuclear Stock | The Motley Fool
- Amazon deal with Calvert Cliffs would extend nuclear plant’s life, explore new reactors
- Amazon signs agreements for innovative nuclear energy projects to address growing energy demands
- Amazon Strikes 20-Year Nuclear Power Deal With Constellation for Maryland Plant - Bloomberg