
Amazon investiert in Atomkraft: 20-Jahres-Deal mit Constellation Energy für 190 MW Kapazität
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Constellation Energy und Amazon unterzeichneten am 30. September 2026 einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag über 190 Megawatt Atomstromkapazität am Standort Calvert Cliffs in Maryland.
- Die Erweiterung der bestehenden Atomanlage erfordert Kapitalinvestitionen von über 3 Milliarden Dollar und kommt ohne den Bau neuer Reaktoren aus.
- Die Aktie von Constellation Energy stieg nach der Ankündigung um bis zu 5 Prozent im nachbörslichen Handel am 30. September 2026.
- Amazon sichert sich mit dem Deal kohlenstofffreie Stromversorgung für seine Rechenzentren, ohne neue Reaktoren bauen zu müssen.
- Constellation-Chef Joe Dominguez bezeichnete das Abkommen als Beleg dafür, wie private Investitionen kritische Energieinfrastruktur stärken können.
Amazon und Constellation Energy gaben am 30. September 2026 einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) bekannt, der die Atomstromkapazität am Calvert Cliffs Clean Energy Center in Maryland um 190 Megawatt erweitern soll. Die Vereinbarung erfordert Kapitalinvestitionen von über 3 Milliarden Dollar und ist Teil von Amazons Strategie, den wachsenden Strombedarf seiner Rechenzentren mit kohlenstofffreier Energie zu decken.
Erweiterung bestehender Anlage statt Neubau
Die 190 Megawatt zusätzliche Kapazität entstehen durch die Erweiterung der bereits bestehenden Atomanlage Calvert Cliffs. Ein Neubau von Reaktoren ist für das Projekt nicht erforderlich. Constellation Energy, der größte Betreiber von Atomkraftwerken in den USA, betreibt die Anlage in Maryland bereits seit Jahrzehnten. Der Deal verschafft dem Unternehmen langfristige Planungssicherheit und Kapital für Modernisierungen.
Joe Dominguez, CEO von Constellation Energy, erklärte am 30. September 2026, die Vereinbarung zeige, "wie private Investitionen kritische Energieinfrastruktur stärken können". Amazons Zusage schaffe eine solide Grundlage für künftige Investitionen sowohl in die Anlage selbst als auch in fortschrittliche Atomtechnologien.
Strategie für kohlenstofffreien Strom
Amazon treibt den Ausbau kohlenstofffreier Stromquellen voran, um seine Rechenzentren zu versorgen. Der Stromverbrauch von Cloud-Diensten und KI-Anwendungen steigt kontinuierlich. Mit dem Atomstrom-Deal sichert sich Amazon eine stabile, wetterunabhängige Energiequelle ohne CO₂-Emissionen im Betrieb.
Die Vereinbarung mit Constellation ist Amazons bisher größter Einstieg in die Atomkraft. Anders als bei Solar- oder Windprojekten liefern Atomkraftwerke Grundlaststrom rund um die Uhr. Die 190 Megawatt entsprechen etwa dem Strombedarf von rund 150.000 Haushalten, werden bei Amazon aber für den Betrieb von Rechenzentren eingesetzt.
Marktreaktion auf die Ankündigung
Die Aktie von Constellation Energy (NASDAQ: CEG) stieg im nachbörslichen Handel am 30. September 2026 um bis zu 5 Prozent. Im späten Handel der Nacht notierte die Aktie mit einem Plus von 2,7 Prozent. Die Anleger bewerteten die langfristige Einnahmensicherheit durch den 20-jährigen Vertrag positiv.
Amazon-Aktien (NASDAQ: AMZN) zeigten nach der Ankündigung keine außergewöhnlichen Bewegungen. Für den Konzern ist die Investition von über 3 Milliarden Dollar Teil einer umfassenderen Strategie zur Absicherung der Energieversorgung.
Bedeutung für den US-Atomsektor
Der Deal ist ein Signal für die Renaissance der Atomkraft in den USA. Während in Europa der Ausstieg aus der Atomenergie diskutiert wird, setzen amerikanische Tech-Konzerne zunehmend auf Atomstrom für ihre energieintensiven Rechenzentren. Microsoft und Google haben in den vergangenen Monaten ähnliche Partnerschaften angekündigt.
Die Erweiterung bestehender Anlagen gilt als schneller und kostengünstiger als der Bau neuer Reaktoren. Calvert Cliffs verfügt bereits über die notwendige Infrastruktur und Genehmigungen. Die zusätzlichen 190 Megawatt sollen nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten verfügbar sein, ein konkreter Zeitplan wurde nicht genannt.
Ausblick und offene Fragen
Constellation Energy will mit dem Kapital aus dem Amazon-Deal nicht nur die Kapazität in Maryland erhöhen, sondern auch in neue Atomtechnologien investieren. Dominguez erwähnte "fortschrittliche Atomtechnologien" als mögliches Investitionsziel, ohne Details zu nennen. Gemeint sein könnten Small Modular Reactors (SMR), kleinere Reaktoreinheiten, die flexibler einsetzbar sind als herkömmliche Großreaktoren.
Für Amazon ist der Vertrag Teil eines größeren Plans zur Dekarbonisierung. Der Konzern hat sich verpflichtet, bis 2040 CO₂-neutral zu werden. Rechenzentren gehören zu den größten Stromverbrauchern des Unternehmens. Neben Atomkraft investiert Amazon auch in Solar- und Windprojekte, die jedoch schwankende Erzeugungsleistung aufweisen.
Ob weitere Tech-Konzerne ähnliche Langfristverträge mit Atombetreibern abschließen, bleibt abzuwarten. Die Ankündigung von Amazon und Constellation dürfte die Diskussion über die Rolle der Atomkraft in der Energiewende neu beleben.
Quellen
- Constellation, Amazon sign 20-yr nuclear power agreement
- CEG Stock Rises Overnight: Constellation Signs 20-Year Nuclear Power Deal With Amazon — TradingView News
- Constellation and Amazon Sign 20-Year PPA for 190 MW of Nuclear Power at Calvert Cliffs | TheEnergyMag
- Constellation Energy (CEG) Secures $3 Billion Investment with Amazon in 20-Year Nuclear Power Deal