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23. Oktober 2025

IBM-Aktie: KI bringt Milliarden – und neue Hoffnung!

IBM
Foto: depositphotos.com / MuhammadAlimaki

Kaum jemand hatte IBM noch so auf dem Zettel – doch der Tech-Veteran meldet sich eindrucksvoll zurück. Im dritten Quartal 2025 zieht der Konzern beim Umsatz um 9 Prozent auf 16,3 Milliarden US-Dollar an. Und weil’s so gut läuft, schraubt IBM gleich die Jahresziele nach oben: mehr als 5 Prozent Umsatzwachstum und rund 14 Milliarden US-Dollar freien Cashflow. Der alte IT-Riese zeigt, dass noch Leben im Tank ist.

Software stark, Mainframes liefern – IBM läuft wieder rund

Im Softwaregeschäft legt IBM um 10 Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar zu. Besonders gefragt: Hybrid-Cloud-Lösungen mit Red Hat (+14 %) und Automatisierung (+24 %). Auch die Berater-Sparte (Consulting) wächst – wenn auch moderater – auf 5,3 Milliarden US-Dollar (+3 %).

Richtig Bewegung kommt aber aus der Infrastruktur-Sparte, wo IBM um 17 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar zulegt. Zugpferd sind die IBM Z-Mainframes, deren Umsatz um 61 Prozent explodiert – kein schlechtes Comeback für eine Plattform, die viele schon abgeschrieben hatten. Selbst das kleine Finanzierungsgeschäft wächst um 10 Prozent auf 200 Millionen US-Dollar.

KI zieht – und das richtig

Laut CEO Arvind Krishna steht das KI-Auftragsbuch inzwischen bei über 9,5 Milliarden US-Dollar. Firmenkunden weltweit greifen demnach verstärkt auf IBMs KI-Tools zurück, um Prozesse zu automatisieren und Daten besser zu nutzen. CFO James Kavanaugh spricht von zweistelligem Wachstum beim bereinigten EBITDA – also bei der operativen Ertragskraft.

Unterm Strich steht eine Bruttomarge von 57,3 Prozent (GAAP) beziehungsweise 58,7 Prozent operativ. Der Gewinn je Aktie beträgt 1,84 US-Dollar nach GAAP und 2,65 US-Dollar auf bereinigter Basis. Der freie Cashflow summiert sich auf 7,2 Milliarden US-Dollar, der operative Cashflow auf 9,2 Milliarden US-Dollar.

Sonderlast durch US-Steuerrecht – kein Dauerproblem

Ein Wermutstropfen: Wegen des neuen US-Steuergesetzes H.R. 1 musste IBM im Quartal einmalig mehr Steuern abführen. Das hat den Gewinn etwas gedrückt, ist aber ein Einmaleffekt – kein Dauerbrenner in der Bilanz.

Die Dividende bleibt stabil bei 1,68 US-Dollar je Aktie (Stichtag 10. November, Auszahlung 10. Dezember). Außerdem wies IBM zum Quartalsende 14,9 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und eine Gesamtverschuldung von 63,1 Milliarden US-Dollar aus.

Bleibt die Frage: Reicht das für den großen Turnaround?

IBM liefert solide Zahlen, eine volle Auftragsliste und Rückenwind aus dem KI-Geschäft. Doch die Börse bleibt vorsichtig – zu oft schon hatte der Konzern Aufschwünge angekündigt, die im Sand verliefen. Diesmal scheint der Boden stabiler. Ob daraus aber ein echter Neuanfang wird, zeigen die nächsten Quartale.

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