7000 Militär-Lkw – das ist nicht bloß Blech auf Rädern, das ist die Ansage: Frankreich will seine Truppe im Alltag besser versorgen und bewegt bekommen, und zwar über Jahre hinweg.
Daimler Truck hat zusammen mit dem Partner Arquus einen Großauftrag des französischen Verteidigungsministeriums an Land gezogen. Bestellt sind 7000 Militär-Lastwagen, die Lieferung zieht sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten.
Zetros-Grundgerüst, französischer Feinschliff
Basis ist eine militärische Variante des Mercedes-Benz Zetros. Arquus – eine Tochter des belgischen Maschinenbaukonzerns John Cockerill – passt das Fahrzeug so an, dass es zu den Anforderungen der französischen Armee passt. Hinter dem sperrigen Begriff „Beschaffungsprogramm“ steckt simpel gesagt: Die Streitkräfte sollen beim Transport und Nachschub mehr draufhaben.
Die Grundfahrzeuge kommen aus den Daimler-Truck-Werken in Wörth und aus dem französischen Molsheim. Danach wird in den französischen Arquus-Werken „militarisiert“ – also fürs Militär zurechtgemacht, inklusive Montage geschützter Kabinen.
Wofür die Kisten gedacht sind
Der Lkw ist als geländegängiger, taktischer Lastwagen für Einsätze ausgelegt – „taktisch“ heißt hier: robust, vielseitig, für den rauen Dienst. Die Nutzlast liegt bei sechs Tonnen. Er kann Truppen oder Material fahren und lässt sich je nach Aufgabe umrüsten, etwa mit Kränen oder Seilwinden.
Daimler Truck sieht darin ein europäisches Gemeinschaftsprojekt mit Signalwirkung. Daniel Zittel, Vertriebschef für Verteidigungsfahrzeuge, spricht von einem Beispiel dafür, was europäische Kooperation leisten könne, und nennt das Programm einen Maßstab für künftige Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.

