Ich bin gerade über die Amazon-Zahlen gestolpert und ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Minus 7,6 Milliarden Dollar im Free Cashflow, obwohl das Quartal operativ richtig gut lief. Das ist schon ein krasser Kontrast.
Klar, ich weiß dass Amazon massiv in Infrastruktur investiert, vor allem in Rechenzentren für AWS und KI-Kapazitäten. Das ist strategisch absolut sinnvoll und vermutlich genau das, was langfristig die Wettbewerbsposition sichert. Aber trotzdem macht mich das als Investor nachdenklich. Bei uns im Startup schauen wir permanent auf Cashflow-Kennzahlen, weil am Ende des Tages zählt halt was tatsächlich an liquiden Mitteln generiert wird.
Was mich interessieren würde: Seht ihr das als temporäres Phänomen oder als strukturelles Problem? Amazon hat ja historisch immer sehr cashflow-orientiert gewirtschaftet, das war eigentlich einer der großen Pluspunkte. Jetzt scheinen sie aber in einen Investitionszyklus einzutreten, der richtig Geld frisst.
Ich halte selbst keine Amazon-Aktien im Depot, habe aber überlegt ob jetzt ein guter Einstiegspunkt wäre. Die Frage ist halt ob man darauf vertrauen kann, dass diese Infrastrukturinvestitionen sich in zwei bis drei Jahren auszahlen, oder ob die Konkurrenz durch Microsoft und Google den ROI drücken wird. Bei meiner moderaten Risikotoleranz bin ich da eher vorsichtig, aber vielleicht übersehe ich auch was. Wie schätzt ihr die Situation ein? Würdet ihr bei so einem negativen Cashflow trotzdem einsteigen oder eher abwarten?
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