Ich bin gerade über einen Artikel zu Aktienrückkauf-Programmen gestolpert und frage mich, wie das Ganze eigentlich bei unseren DAX-Schwergewichten aussieht. Bei den Amis ist das ja quasi Standard, dass Unternehmen wie Apple oder Microsoft regelmäßig Milliarden in Buybacks stecken. Aber in Deutschland habe ich das Gefühl, das wird weniger aggressiv gefahren.
Mich würde interessieren, ob jemand von euch gezielt auf Unternehmen mit solchen Programmen achtet. Ich halte seit ein paar Jahren Siemens und die Deutsche Börse im Depot, und soweit ich weiß, kaufen beide gelegentlich eigene Aktien zurück. Theoretisch sollte das ja den Gewinn je Aktie nach oben treiben und langfristig den Kurs stützen, oder? Andererseits frage ich mich manchmal, ob die Firmen das Geld nicht besser in Wachstum oder höhere Dividenden investieren sollten.
Vor allem bei zyklischen Werten bin ich skeptisch. Wenn ein Unternehmen am Höhepunkt des Zyklus teuer zurückkauft und dann in der Krise das Cash fehlt, ist niemandem geholfen. Bei meinen ETFs auf den MSCI World oder den S&P 500 spielt das natürlich eine untergeordnete Rolle, weil da alles automatisch mitläuft. Aber bei Einzelaktien sollte man das schon im Blick haben, denke ich.
Habt ihr konkrete Beispiele, wo Aktienrückkäufe euch als Anleger wirklich etwas gebracht haben? Oder habt ihr eher die Erfahrung gemacht, dass das oft nur ein nettes PR-Instrument ist, das den Kurs kurzfristig stützt, aber langfristig verpufft? Würde mich echt interessieren, wie ihr das einschätzt.
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