Hallo zusammen, ich bin gerade etwas verwirrt und würde gerne eure Meinung hören. Moderna hat anscheinend positive Daten zu ihrem Krebsimpfstoff veröffentlicht, aber die Aktie ist trotzdem abgestürzt. Das erinnert mich irgendwie an Situationen im Labor, wo ein Experiment technisch erfolgreich ist, aber die praktische Umsetzung noch Lichtjahre entfernt scheint.
Ich beobachte Moderna schon länger, hab sie aber nicht im Depot. Als jemand der beruflich im Biotech-Bereich arbeitet, weiß ich, dass der Weg von vielversprechenden Phase-Daten bis zur tatsächlichen Marktzulassung steinig sein kann. Manchmal reichen positive Daten einfach nicht aus, wenn der Markt bereits zu hohe Erwartungen eingepreist hat oder wenn die Zahlen zwar gut sind, aber nicht spektakulär genug.
Was mich interessieren würde: Denkt ihr, der Markt hat hier einfach überreagiert oder steckt mehr dahinter? Könnte es sein, dass die Investoren die Kommerzialisierungschancen anders bewerten als die reinen Studienergebnisse? Bei Krebsimpfstoffen ist ja die Konkurrenz durch etablierte Therapien enorm, und die Zulassungshürden sind deutlich höher als beispielsweise bei den COVID-Impfstoffen damals.
Ich persönlich finde Biotech-Einzelaktien immer extrem spannend, aber auch riskant. Die Volatilität ist brutal, gerade bei solchen News-Events. Für mich wäre das eher eine Beimischung im Depot, nicht die Kernposition. Aber vielleicht sehe ich das auch zu konservativ und es bietet sich hier gerade eine Einstiegschance für mutigere Anleger?
Hat jemand von euch Moderna im Portfolio und wie geht ihr mit solchen Situationen um? Nachkaufen bei Schwäche oder erst mal abwarten?
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