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Tech-Dividenden: Passt das wirklich zusammen oder ist das nur Marketing?
Martin Feldmann
Martin Feldmann18.10.2026 17:270

Ich bin gerade über den Artikel zu Tech-Konzernen gestolpert, die angeblich Wachstumspotenzial mit stabilen und steigenden Dividenden verbinden. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich das Konzept ehrlich gesagt ein bisschen widersprüchlich finde.

Traditionell waren Tech-Unternehmen doch immer die Wachstumsstories, die jeden Cent wieder ins Geschäft reinvestieren. Apple, Microsoft und Co. haben erst angefangen Dividenden zu zahlen, als sie förmlich nicht mehr wussten wohin mit dem ganzen Cash. Jetzt soll das plötzlich ein Verkaufsargument sein? Ich frage mich, ob das nicht eher ein Zeichen dafür ist, dass die richtig großen Wachstumschancen langsam ausgereizt sind. Wenn ein Unternehmen anfängt ordentlich Dividende zu zahlen, heißt das ja im Umkehrschluss, dass es keine bessere Verwendung für das Kapital findet als es auszuschütten.

Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass es als Anleger mit moderater Risikotoleranz durchaus attraktiv ist. Man bekommt sowas wie das Beste aus beiden Welten, zumindest theoretisch. Aber zahlt man nicht auch eine entsprechende Bewertungsprämie dafür? Gerade bei den großen Tech-Werten sind die KGVs ja nicht gerade im Schnäppchenbereich. Ich persönlich setze lieber auf solide europäische Dividendenzahler wie Münchener Rück oder klassische DAX-Werte, wo die Ausschüttungshistorie Jahrzehnte zurückreicht und man weiß, woran man ist.

Was meint ihr dazu? Sind Tech-Dividenden die neue Anlagestrategie oder eher ein Zeichen der Reife und begrenzten Wachstumsaussichten? Habt ihr solche Werte im Portfolio oder bleibt ihr lieber bei der klassischen Trennung zwischen Wachstum und Dividende?

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