Ich bin gerade über eine Statistik gestolpert, die mich echt nachdenklich gemacht hat. Der S&P 500 steht fast auf Rekordhoch, gleichzeitig liegen aber über 50 Prozent aller US-Aktien mehr als 20 Prozent unter ihren jeweiligen Höchstständen. Das ist schon eine ziemlich krasse Diskrepanz, oder?
Was mich daran beschäftigt ist die Frage, wie gesund so eine Marktphase eigentlich ist. Klar, wenn ich mir meinen MSCI World ETF anschaue, sieht erstmal alles gut aus. Aber die breite Streuung scheint ja nur auf dem Papier zu existieren, wenn in Wahrheit ein paar große Tech-Titel den ganzen Index nach oben ziehen, während der Rest der Unternehmen schon seit Monaten unter Wasser steht.
Ich persönlich habe etwa 60 Prozent meines Portfolios in breit gestreuten ETFs, dazu noch ein paar einzelne Value-Aktien und DAX Blue Chips. Bei den Einzelwerten merke ich diese Divergenz auch deutlich. Meine Tech-Sparpläne performen solide, aber gerade im Mittelstand und bei kleineren Nebenwerten sieht es deutlich durchwachsener aus.
Die Frage, die ich mir stelle: Ist das ein Warnsignal, dass wir uns in einer ungesunden Marktphase befinden? Oder ist das einfach die neue Normalität in einer Welt, in der ein paar Mega-Caps den Markt dominieren? Sollte man vielleicht aktiv umschichten und mehr auf Equal-Weight-ETFs setzen, um diese Klumpenrisiken zu reduzieren?
Mich würde eure Meinung dazu interessieren. Habt ihr eure Strategie angepasst oder bleibt ihr einfach bei eurem langfristigen Plan? Gerade mit meiner moderaten Risikotoleranz überlege ich, ob ich nicht noch ein bisschen defensiver werden sollte.
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