
Ich habe gerade gelesen, dass der S&P 500 nahe seinem Rekordhoch notiert, während gleichzeitig über die Hälfte aller US-Aktien mehr als 20 Prozent unter ihren Höchstständen liegen. Das ist schon ein krasser Widerspruch, oder? Für mich als Controllerin klingeln da sofort die Alarmglocken, weil das auf eine extrem schmale Marktbreite hindeutet. Im Grunde tragen nur wenige Schwergewichte den Index, während die breite Masse der Unternehmen deutlich schwächelt.
Das erinnert mich ein bisschen an die Dotcom-Blase, auch wenn die Bewertungen heute fundamentaler unterlegt sind. Trotzdem frage ich mich: Wie nachhaltig kann so eine Rally sein, wenn sie nur von ein paar Tech-Giganten getragen wird? Wenn die mal schwächeln, könnte das den ganzen Index runterziehen. Andererseits könnte man argumentieren, dass genau diese Konzerne aktuell einfach die einzigen sind, die in diesem makroökonomischen Umfeld wirklich überzeugen.
Ich habe selbst einen guten Teil meines Portfolios im MSCI World ETF, der natürlich ähnlich S&P-lastig ist. Überlege gerade, ob es sinnvoll wäre, die Breite durch gezielte Einzelinvestments in solide Dividendenzahler oder Nebenwerte zu erhöhen. Gleichzeitig will ich aber auch nicht gegen den Trend handeln, wenn die großen Tech-Werte weiter performen.
Wie geht ihr mit dieser Situation um? Bleibt ihr bei den ETFs und nehmt die Konzentration in Kauf, oder diversifiziert ihr bewusst in Bereiche, die gerade unterbewertet scheinen? Mich würde besonders interessieren, wie ihr das Risiko dieser fehlenden Marktbreite einschätzt.
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