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S&P 500 auf Rekordkurs, aber die Breite fehlt komplett - wie seht ihr das?
Lisa Wagner
Lisa Wagner14.10.2026 21:160

Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass der S&P 500 nahe dem Rekordhoch steht, während gleichzeitig über die Hälfte aller US-Aktien mehr als 20 Prozent unter ihren Höchstständen liegen. Das hat mich ehrlich gesagt etwas nachdenklich gemacht, weil es ja eigentlich ein klassisches Warnsignal für eine mangelnde Marktbreite ist.

Aus meiner Sicht als Controllerin schaue ich mir bei solchen Kennzahlen natürlich sofort die Verteilung an. Wenn ein Index nach oben läuft, aber die Mehrheit der Einzeltitel schwächelt, dann wird der Anstieg offensichtlich nur von wenigen großen Positionen getragen. Vermutlich wieder die üblichen Verdächtigen aus dem Tech-Bereich, oder? Das erinnert mich ein bisschen an die Dot-Com-Blase, auch wenn die Rahmenbedingungen heute natürlich andere sind.

Mich interessiert besonders, wie ihr das mit Blick auf eure Portfolios seht. Ich habe einen guten Teil in meinem MSCI World ETF, der ja auch stark USA-lastig und damit von diesen großen Titeln dominiert ist. Einerseits profitiere ich natürlich von der Performance, andererseits frage ich mich, ob man nicht stärker auf Diversifikation setzen sollte, gerade wenn die Marktbreite so dünn wird.

Habt ihr in letzter Zeit eure Allokation angepasst? Schichtet ihr vielleicht bewusst in Sektoren oder Regionen um, die nicht so überbewertet erscheinen? Oder seht ihr das Ganze gelassener und vertraut darauf, dass die großen Tech-Werte weiterhin den Markt tragen werden? Würde mich echt interessieren, wie ihr mit dieser Konzentration umgeht.

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