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NVIDIA mit 8% Gewichtung im S&P 500 ETF - Klumpenrisiko oder noch vertretbar?
ES
Eva Sternfeld13.10.2026 16:390

Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass NVIDIA mittlerweile 8,08 Prozent des Vanguard S&P 500 ETF ausmacht. Das hat mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht, weil ich ja selbst einen ordentlichen Teil meines Portfolios in breiten Markt-ETFs habe.

Klar, der S&P 500 ist marktkapitalisierungsgewichtet, das ist sozusagen sein Design-Prinzip. Aber wenn ich mir überlege, dass ein einzelnes Unternehmen fast ein Zehntel meines vermeintlich diversifizierten ETF-Investments ausmacht, fühlt sich das schon etwas merkwürdig an. Das ist fast so, als würde man in einem Labor eine Kontrollgruppe aufstellen und feststellen, dass eine einzelne Variable plötzlich alle anderen dominiert.

Historisch gesehen hatten wir das ja schon öfter. In den 2000ern waren es die Tech-Giganten der Dotcom-Blase, dann später Apple, Microsoft und Co. Aber 8 Prozent für ein einzelnes Unternehmen in einem Index mit 500 Positionen ist schon heftig. Zusammen mit Microsoft, Apple, Amazon und den anderen großen Tech-Werten macht das vermutlich locker ein Drittel des gesamten Index aus.

Meine Überlegung ist jetzt: Soll man das einfach so laufen lassen nach dem Motto "der Markt regelt das schon", oder macht es Sinn, gezielt in Equal-Weight-Varianten oder andere Indizes umzuschichten, um diese Konzentration zu reduzieren? Auf der anderen Seite haben genau diese Tech-Riesen ja auch die Performance der letzten Jahre getragen.

Ich persönlich bin ja eher der Value-Typ und finde diese Konzentration auf wenige Mega-Caps etwas unbehaglicher als früher. Aber ich will auch nicht aus Prinzip gegen den Markt wetten. Wie seht ihr das? Lasst ihr das einfach laufen oder habt ihr eure Strategie angepasst?

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