
Ich bin gerade über den Artikel zum Thema Aktienkäufe bei Allzeithoch gestolpert und fand das wirklich interessant, weil es genau eine Frage aufgreift, die mich selbst immer wieder beschäftigt. Gerade wenn man regelmäßig in ETFs investiert oder Sparpläne laufen hat, steht man ja fast zwangsläufig irgendwann vor der Situation, dass die Märkte auf Rekordniveau stehen. Dann kommt bei vielen Leuten das ungute Gefühl auf: Kaufe ich jetzt gerade am Peak und sehe morgen rot?
Was mich dabei besonders interessiert, ist die Datenlage. Ich bin ja eher der Typ, der sich Zahlen und historische Auswertungen anschaut, bevor ich mich von Bauchgefühlen leiten lasse. Wenn man sich die langfristige Performance des MSCI World oder auch des DAX anschaut, dann gab es ja immer wieder Phasen, in denen die Kurse neue Höchststände erreicht haben – und danach oft auch weiter gestiegen sind. Klar, zwischendurch gab es Rücksetzer, aber über einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr hat sich das in der Regel relativiert. Trotzdem bleibt da immer eine gewisse psychologische Hürde, oder?
Bei meinen eigenen Positionen, zum Beispiel im MSCI World ETF oder bei Einzelwerten wie Münchener Rück oder Siemens, habe ich mich daran gewöhnt, einfach weiterzumachen und nicht auf den perfekten Einstiegszeitpunkt zu warten. Market Timing funktioniert meistens sowieso nicht, das sagen ja auch die meisten Studien. Aber ich gebe zu, manchmal fühlt es sich komisch an, wenn man sieht, dass die Kurse schon seit Monaten nur eine Richtung kennen.
Wie geht ihr damit um? Haltet ihr euch strikt an eure Sparpläne, auch wenn die Märkte auf Rekordniveau sind, oder wartet ihr dann doch lieber auf einen Rücksetzer? Und habt ihr vielleicht konkrete Daten oder Erfahrungen, die zeigen, dass das Warten statistisch gesehen eher schadet als nutzt? Würde mich echt interessieren, wie andere das handhaben.
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