
Ich bin gerade über den Artikel gestolpert, dass ein Fondsmanager jetzt neue ETFs mit angepassten Indikatoren auflegt, weil die alten seit dem ChatGPT Start angeblich nicht mehr funktionieren. Das hat mich schon ziemlich nachdenklich gemacht. Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Industrie und hab schon so manche Börsenphase mitgemacht. Klar, die KI Entwicklung ist krass und verändert einiges, aber dass deshalb plötzlich alle bewährten Kennzahlen nutzlos sein sollen, das halte ich ehrlich gesagt für übertrieben. Ich meine, KGV, Gewinnwachstum, Schuldenquote, das sind doch fundamentale Sachen die immer noch zählen sollten, oder? Vielleicht muss man die Gewichtung anpassen, aber komplett über Bord werfen? Bei meinen DAX Positionen und dem MSCI World schaue ich weiterhin auf die klassischen Kennzahlen und fahre damit eigentlich ganz solide. Mich würde interessieren wie ihr das seht. Habt ihr in letzter Zeit wirklich gemerkt, dass traditionelle Bewertungsmethoden nicht mehr greifen? Oder ist das eher Marketing von dem Fondsmanager um seine neuen ETFs an den Mann zu bringen? Gerade bei deutschen Industriewerten wie Siemens halte ich die fundamentalen Daten nach wie vor für aussagekräftig, auch wenn Tech Aktien vielleicht anders ticken.
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