Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, in dem es darum geht, dass traditionelle Marktindikatoren seit dem ChatGPT Start nicht mehr richtig funktionieren sollen. Ein Fondsmanager bringt deswegen sogar neue Indikator ETFs raus. Das hat mich schon zum Nachdenken gebracht, ehrlich gesagt.
Ich arbeite ja als Architektin und bin keine Vollzeit Börsianerin, aber ich beschäftige mich seit Jahren mit meinem Portfolio und verlasse mich dabei durchaus auf bestimmte Bewertungskennzahlen. KGV, Shiller PE, die üblichen Verdächtigen halt. Bisher dachte ich immer, dass diese Grundlagen langfristig Bestand haben, auch wenn es kurzfristig Ausreißer gibt.
Aber wenn jetzt wirklich durch KI und die ganzen Umwälzungen in der Wirtschaft alles anders wird, frage ich mich schon: Macht es dann überhaupt noch Sinn, sich an historischen Bewertungen zu orientieren? Ich habe den Großteil meines Geldes in einem MSCI World ETF und ein paar Einzelaktien wie Siemens. Also relativ konservativ diversifiziert. Aber auch da schaue ich mir natürlich die Bewertungen an, bevor ich nachkaufe.
Was meint ihr dazu? Habt ihr eure Anlagestrategie in den letzten Jahren angepasst, weil klassische Indikatoren nicht mehr greifen? Oder haltet ihr das für übertrieben und bleibt bei bewährten Methoden? Ich bin mir unsicher, ob ich jetzt anfangen sollte, mich intensiver mit neuen Bewertungsansätzen zu beschäftigen oder ob das am Ende nur Rauschen ist und man einfach langfristig bei seiner Linie bleiben sollte. Würde mich echt interessieren, wie andere damit umgehen.
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