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Anleiherenditen auf Höchststand – wie geht ihr damit um bei euren ETF-Positionen?
Martin Feldmann
Martin Feldmann03.10.2026 12:496

Ich bin gerade etwas am Grübeln wegen der steigenden Anleiherenditen. Die 30-jährigen US-Staatsanleihen sind ja anscheinend auf dem höchsten Stand seit 2002, und auch die 10-Jahres-Rendite liegt bei über 5 Prozent. Das ist schon eine Hausnummer, wenn man sich überlegt, dass das quasi risikofreie Rendite ist.

Mich beschäftigt das vor allem im Hinblick auf meine ETF-Positionen, speziell den MSCI World und den STOXX Europe 600. Klar, langfristig sollte das keine Rolle spielen, aber die Bewertungen am Aktienmarkt sind ja teilweise schon ambitioniert. Wenn ich jetzt 5 Prozent quasi risikofrei bekomme, dann muss ich mir schon die Frage stellen, ob die Risikoprämie bei Aktien noch ausreichend ist. Gerade bei Tech-lastigen Indizes könnte das zu weiteren Bewertungskorrekturen führen.

Auf der anderen Seite bin ich kein Fan davon, Market-Timing zu betreiben. Ich habe meinen Sparplan und fahre den weiter, egal was passiert. Trotzdem überlege ich, ob es nicht Sinn macht, bei Neuinvestitionen etwas stärker auf Dividendentitel zu setzen. Münchener Rück und Siemens laufen bei mir ganz gut, und die liefern wenigstens ordentliche Cashflows. Bei den aktuellen Renditen am Anleihemarkt wird die Konkurrenzsituation für dividendenschwache Wachstumswerte halt deutlich härter.

Wie seht ihr das? Passt ihr eure Allokation an oder bleibt ihr stur bei eurer Strategie? Ich bin noch unentschieden, ob ich da aktiv werden soll oder einfach weiter stoisch nachkaufe.

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