Ich habe heute gelesen, dass die Rendite der 30-jährigen US-Anleihen auf den höchsten Stand seit 2002 gestiegen ist. Das hat mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht, wie sich das auf mein Portfolio auswirkt.
Ich habe einen ordentlichen Anteil im MSCI World ETF, und da sind natürlich viele Tech-Werte drin. Gleichzeitig halte ich auch einzelne Positionen wie Siemens. Was mich jetzt beschäftigt ist die Frage, ob wir hier am Anfang einer längeren Phase mit höheren Zinsen stehen und wie man darauf reagieren sollte.
Grundsätzlich verstehe ich die Mechanik ja: Höhere Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere attraktiver, und gleichzeitig werden künftige Cashflows von Wachstumsunternehmen stärker abgezinst. Gerade Tech-Aktien mit hohen Bewertungen leiden dann oft überproportional. Andererseits haben viele dieser Unternehmen mittlerweile solide Cashflows und sind nicht mehr reine Wachstumsfantasien.
Meine Überlegung ist gerade: Soll ich meine Diversifikation anpassen und vielleicht stärker in Value-Titel oder dividendenstarke Aktien umschichten? Oder wäre das typisches Market Timing, das langfristig eh nicht funktioniert? Ich bin eigentlich ein Buy-and-Hold-Investor und spare kontinuierlich in meinen ETF-Sparplan ein. Aber bei solchen Marktbewegungen fragt man sich schon, ob man nicht doch etwas tun sollte.
Wie geht ihr damit um? Bleibt ihr stur bei eurer Strategie oder passt ihr eure Allokation an, wenn sich das Zinsumfeld so deutlich verändert? Und seht ihr das auch als längerfristigen Trend oder eher als vorübergehende Schwankung?
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