Hallo zusammen, ich bin gerade über einen Artikel zu steuerfreien ETFs in der Schweiz gestolpert und frage mich, ob wir in Deutschland nicht mehr über steueroptimierte Anlagestrategien nachdenken sollten. Klar, die Schweiz hat ein komplett anderes Steuersystem, aber der Grundgedanke dahinter ist doch interessant.
Bei uns läuft ja alles über die Abgeltungssteuer und seit ein paar Jahren auch mit der Vorabpauschale, die vor allem thesaurierende ETFs betrifft. Ich hab selbst einen MSCI World ETF im Depot, thesaurierend, weil ich langfristig spare und den Zinseszinseffekt nutzen will. Aber ehrlich gesagt nervt mich die Vorabpauschale schon ein bisschen, weil man Steuern auf nicht realisierte Gewinne zahlen muss.
Was mich interessieren würde: Nutzt ihr konkrete Strategien, um eure ETF-Anlagen steuerlich zu optimieren? Zum Beispiel die Verteilung zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs, oder nutzt jemand den Freibetrag clever aus, indem gezielt Gewinne realisiert werden? Ich überlege auch, ob es Sinn macht, einen Teil des Portfolios in ausschüttende ETFs umzuschichten, um mehr Kontrolle über die Steuerlast zu haben.
Ein anderer Punkt, der mich beschäftigt: Lohnt es sich überhaupt, viel Zeit in Steueroptimierung zu stecken, oder sollte man einfach breit diversifiziert investieren und die Steuern als notwendiges Übel akzeptieren? Manchmal habe ich das Gefühl, dass man sich bei zu viel Tüftelei verzettelt und am Ende der Effekt gar nicht so groß ist.
Würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilt, gerade auch von denen, die schon länger dabei sind und vielleicht auch mal verschiedene Ansätze ausprobiert haben.
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