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KI-Infrastruktur-Investitionen: Sind wir mitten in einer Überkapazitäts-Falle?
ES
Eva Sternfeld26.09.2026 19:510

Ich bin gerade über die MIT-Analyse zu den Trillion-Dollar-Risiken bei den Hyperscalern gestolpert und muss sagen, das gibt mir schon zu denken. Amazon allein pumpt jetzt 100 Milliarden in KI-Infrastruktur, Microsoft und Google ziehen nach. Das sind Dimensionen, die selbst für diese Giganten beachtlich sind.

Was mich aus meiner beruflichen Perspektive im Labor interessiert: Wir haben dort auch schon erlebt, wie massiv in bestimmte Technologien investiert wurde, nur um dann festzustellen, dass die tatsächliche Nachfrage nicht mit den Kapazitäten Schritt hält. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer Enzymsättigung, irgendwann bringt mehr Substrat einfach keine höhere Reaktionsgeschwindigkeit mehr.

Die zentrale Frage ist für mich: Wird die kommerzielle Nachfrage nach KI-Services tatsächlich schnell genug wachsen, um diese gigantischen Infrastruktur-Investitionen zu rechtfertigen? Oder bauen wir hier gerade Rechenzentren, die zu großen Teilen leer stehen werden? Die Capex-Quote bei diesen Unternehmen ist mittlerweile astronomisch.

Ich halte selbst keine der großen Tech-Aktien direkt, bin eher im MSCI World diversifiziert, aber natürlich haben diese Giganten dort einen erheblichen Anteil. Die MIT-Warnung vor möglichen massiven Abschreibungen sollte man ernst nehmen. Gleichzeitig könnte es auch sein, dass wir hier den Aufbau einer völlig neuen Infrastruktur-Ebene erleben, ähnlich wie damals beim Cloud-Computing.

Wie seht ihr das? Ist die Sorge vor einer KI-Blase berechtigt oder sind das nur die üblichen Wachstumsschmerzen bei disruptiven Technologien?

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