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AMZN
Amazon ohne Dividende - ist das für langfristige Anleger wirklich kein Problem?
Klaus Weber
Klaus Weber26.09.2026 16:340

Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der Amazon als Must-Have für Buy-and-Hold-Anleger bezeichnet, obwohl das Unternehmen keine Dividende zahlt. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich in meiner Beratungspraxis oft mit Mandanten spreche, die genau auf regelmäßige Ausschüttungen Wert legen.

Klar, bei Amazon geht es um Kursgewinne und Wachstum statt um Dividenden. Das Unternehmen reinvestiert alles in neue Geschäftsfelder, Cloud-Infrastruktur und Logistik. Aus steuerlicher Sicht kann das sogar Vorteile haben, weil man die Besteuerung bis zum tatsächlichen Verkauf aufschieben kann. Bei Dividenden werden ja jedes Jahr 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Soli fällig, ob man das Geld nun braucht oder nicht.

Trotzdem frage ich mich: Ist eine Aktie ohne jede Ausschüttung wirklich ein Must-Have fürs Depot? Ich persönlich halte mich eher an einen ausgewogenen Mix. Ein Teil MSCI World ETF für die breite Streuung, dazu deutsche Dividenden-Aristokraten für den regelmäßigen Cashflow. Gerade wenn man älter wird und irgendwann von den Investments leben möchte, sind verlässliche Dividenden doch Gold wert.

Bei Amazon kommt noch dazu, dass die Bewertung nicht gerade günstig ist. Wenn man Pech hat und zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss, kann das richtig wehtun. Mit Dividenden hat man wenigstens eine Art Sicherheitsnetz.

Wie seht ihr das? Würdet ihr einen großen Teil eures Portfolios in dividendenlose Wachstumsaktien stecken, oder setzt ihr auch auf regelmäßige Ausschüttungen? Bin gespannt auf eure Meinungen.

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