Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass Michael Burry vor massiven Abschreibungen bei Big-Tech-Aktien warnt. Burry ist ja bekanntlich der Typ, der die Subprime-Krise vorhergesagt hat, also nehme ich seine Einschätzungen schon ernst, auch wenn er in den letzten Jahren nicht immer richtig lag.
Was mich persönlich umtreibt ist die Frage, wie das mit meiner eigenen Tech-Position zusammenpasst. Ich habe über die letzten Jahre kontinuierlich in MSCI World ETFs investiert, die ja mittlerweile einen massiven Tech-Anteil haben, gerade die US-Big-Tech-Werte machen da einen erheblichen Teil aus. Dazu kommen noch meine Tech-Sparpläne, die ich parallel laufen lasse.
Burry argumentiert vermutlich in Richtung überhöhter Bewertungen und überzogener Erwartungen, gerade im KI-Bereich. Das MIT hat ja kürzlich auch vor einer möglichen KI-Blase gewarnt. Die Frage ist für mich als moderat risikofreudigen Anleger ob ich jetzt gegensteuern sollte oder ob das einfach typisches Contrarian-Denken ist, das man aussitzen muss.
Auf der anderen Seite sehe ich bei meinem Startup täglich, wie KI tatsächlich Prozesse verändert und Mehrwert schafft. Die Produktivitätsgewinne sind real, keine Frage. Aber rechtfertigt das die aktuellen Bewertungen? Und noch wichtiger: Müssen wir uns ernsthaft Sorgen machen, dass Microsoft, Apple oder Google massive Abschreibungen auf ihre KI-Investments vornehmen müssen?
Ich tendiere momentan dazu, meine Sparpläne einfach weiterlaufen zu lassen und vielleicht den Value-Anteil im Portfolio etwas hochzufahren. Wie seht ihr das? Nehmt ihr Burrys Warnung ernst oder ist das nur wieder einer seiner kontroversen Takes?
0 Antworten
Anmelden, um zu antworten.