Ich verfolge gerade die Entwicklung bei den Anleiherenditen und dem Ölpreis mit großem Interesse. Die 10-Jahres-Rendite ist unter 5 Prozent gefallen und gleichzeitig wird Öl billiger, was offenbar eine deutliche Rotation in Tech-Werte antreibt. Das passt ja auch zu den Nasdaq-Höchstständen, die wir gerade sehen.
Mich beschäftigt gerade die Frage, ob das ein guter Zeitpunkt ist, um innerhalb meines Portfolios ein bisschen umzuschichten. Ich habe einen soliden Kern aus MSCI World ETF und einigen Einzelpositionen wie Siemens, aber Tech ist bei mir ehrlich gesagt eher untergewichtet. Nicht aus Überzeugung, sondern eher aus Vorsicht wegen der hohen Bewertungen.
Wenn jetzt aber die Makro-Situation sich so entwickelt, dass niedrigere Zinsen die Bewertungen von wachstumsstarken Tech-Titeln wieder attraktiver machen, frage ich mich, ob ich da nicht zu konservativ bin. Andererseits will ich auch nicht gerade auf dem Höchststand einsteigen, wenn alle schon drin sind.
Wie geht ihr damit um? Nutzt ihr solche makroökonomischen Shifts aktiv für Umschichtungen oder bleibt ihr einfach bei eurer langfristigen Allokation? Ich überlege konkret, ob ich einen kleinen Teil meiner defensiveren Positionen in einen Tech-ETF oder vielleicht einzelne Qualitäts-Tech-Aktien verschiebe. Aber ich bin da noch unentschlossen, weil Timing ja bekanntlich schwierig ist.
Würde mich interessieren, wie ihr das seht und ob jemand ähnliche Überlegungen anstellt.
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