
Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, der sich mit Low-Risk Aktien beschäftigt, die den Markt über 10 Jahre geschlagen haben. Das Thema finde ich extrem spannend, weil es genau in die Richtung geht, wie ich mittlerweile über mein Portfolio nachdenke. Ich bin ja eher der Typ, der auf solide Dividendentitel und breit gestreute ETFs setzt, und weniger auf hochvolatile Growth-Wetten.
Was mich dabei umtreibt ist die Frage, ob sich Low-Risk wirklich konsistent identifizieren lässt, oder ob man da nur im Rückspiegel schaut. Klar, niedrige Volatilität ist messbar, auch Beta-Faktoren kann man sich anschauen. Aber ob eine Münchener Rück oder Siemens in den nächsten zehn Jahren genauso stabil performt wie in den letzten, das steht auf einem anderen Blatt. Gerade im aktuellen Zinsumfeld und mit den ganzen geopolitischen Unsicherheiten kann sich das schnell ändern.
Ich frage mich auch, ob solche Low-Risk Strategien nicht oft einfach Value-Investing mit anderem Namen sind. Viele dieser Titel haben halt vernünftige Bewertungen, solide Cashflows und zahlen ordentliche Dividenden. Das macht sie weniger anfällig für Kurskapriolen, aber eben auch weniger sexy für die breite Masse. Für mich persönlich passt das gut, weil ich nicht jeden Tag aufs Depot schauen will und lieber langfristig plane.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit expliziten Low-Volatility ETFs oder setzt ihr eher auf einzelne konservative Titel? Würde mich interessieren, wie ihr das Thema Risiko und Performance in eurem Portfolio balanciert, gerade wenn man nicht mehr ganz am Anfang steht und vielleicht schon ein bisschen was aufgebaut hat.
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