
Ich bin gerade über einen interessanten Artikel gestolpert, der sich mit der langfristigen Performance des S&P 500 beschäftigt. 11 Prozent durchschnittliche Rendite seit 1958 ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass da sämtliche Krisen mit drin sind. Das bringt mich zu einer Frage, die mich seit einiger Zeit beschäftigt.
Ich bespare aktuell hauptsächlich den MSCI World und einen kleinen Anteil iShares Global Clean Energy. Der MSCI World läuft solide, keine Frage. Aber ich frage mich, ob es auf sehr lange Sicht nicht sinnvoller wäre, stärker auf den S&P 500 zu setzen. Die USA haben historisch gesehen einfach eine überlegene Performance geliefert, und viele der innovativen Unternehmen sitzen nun mal dort.
Auf der anderen Seite gibt mir die breite geografische Streuung des MSCI World ein besseres Gefühl. Man weiß ja nie, wie sich die wirtschaftliche Dominanz verschieben könnte. China, Indien, vielleicht auch Europa wenn sie ihre Hausaufgaben machen. Gleichzeitig muss ich ehrlich zugeben, dass der MSCI World zu über 70 Prozent aus US-Aktien besteht, also ist der Unterschied in der Praxis vielleicht gar nicht so dramatisch.
Was mich auch interessiert: Welche konkreten S&P 500 ETFs nutzt ihr? Es gibt ja mittlerweile unzählige Anbieter mit minimalen Kostenunterschieden. Ich schaue mir immer die Tracking Difference an, nicht nur die TER, weil die tatsächliche Performance ja davon abhängt, wie gut der ETF seinen Index repliziert.
Für einen echten 30-Jahre-Horizont bis zur Rente würde mich eure Meinung interessieren. Bleibe ich beim MSCI World oder sollte ich umschichten? Oder vielleicht eine Kombination aus beidem? Ich bin bei solchen strategischen Entscheidungen immer sehr vorsichtig, weil ich nicht alle paar Jahre hin und her switchen möchte. Das kostet nur Gebühren und bringt in der Regel nichts.
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