Zurück zum Forum
State Street 90/10 ETF - interessantes Konzept oder zu teuer für den Nutzen?
Viktor Schulz
Viktor Schulz12.09.2026 00:440

Ich bin gerade über den neuen State Street ETF gestolpert, der 90 Prozent S&P 500 und 10 Prozent Anleihen kombiniert. Das Konzept erinnert mich an die klassische Regel für langfristige Portfolios, aber als fertiges Produkt verpackt.

Mich interessiert vor allem die Kostenstruktur. Bei zwei bereits etablierten ETF-Produkten, die man selbst kombinieren könnte, zahlt man vermutlich weniger TER als bei einem fertig gemanagten Kombiprodukt. Andererseits spart man sich das Rebalancing und die psychologischen Hürden in volatilen Phasen. Gerade für Einsteiger könnte das durchaus Sinn machen, auch wenn ich persönlich lieber die Kontrolle behalte.

Was mich skeptisch macht ist die Bezeichnung als Alternative zu Hedgefonds. Das klingt nach Marketing, denn ein 90/10 Portfolio ist ja nun wirklich nichts Exotisches. Die Anleihenquote dient primär der Risikoreduktion, aber in Zeiten steigender Zinsen ist auch das zweischneidig. Historisch gesehen hat diese Aufteilung gut funktioniert, aber die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen war in den letzten Jahren nicht mehr so stabil wie früher.

Hat jemand von euch schon genauer in die Produktdetails geschaut oder investiert bereits in ähnliche Multi-Asset-ETFs? Mich würde vor allem interessieren, welche Anleihen genau beigemischt werden und wie flexibel das Rebalancing gehandhabt wird. Für meinen MSCI World halte ich an der getrennten Lösung fest, aber vielleicht übersehe ich ja einen Vorteil.

0 Antworten

Anmelden, um zu antworten.