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Vorabpauschale 2026 – wie geht ihr mit der Liquidität um?
Klaus Weber
Klaus Weber11.09.2026 17:470

Moin zusammen, ich habe gerade den Artikel zur Vorabpauschale für ETFs 2026 gelesen und bin ehrlich gesagt zwiegespalten. Als Steuerberater kenne ich das Thema natürlich aus meiner täglichen Arbeit, aber als Privatanleger ärgert mich die Vorabpauschale trotzdem jedes Jahr aufs Neue.

Für alle, die es nicht auf dem Schirm haben: Wenn eure ETFs gut gelaufen sind, wird eine fiktive Steuer auf nicht realisierte Gewinne fällig, auch wenn ihr nichts verkauft habt. Das Finanzamt holt sich das Geld meist automatisch vom Verrechnungskonto bei eurer Depotbank. Klingt erstmal harmlos, aber in Jahren mit starkem Kursanstieg kann das richtig ins Geld gehen.

Mein konkretes Problem: Ich habe mein Depot ziemlich voll investiert in MSCI World ETF und ein paar DAX-Werte. Das Verrechnungskonto halte ich bewusst klein, weil ich ungern Cash rumliegen lasse. Jetzt kommt aber im Januar die Vorabpauschale und ich muss schauen, dass genug Liquidität da ist. Sonst verkauft die Bank im schlimmsten Fall Anteile oder ich bekomme ein Mahnverfahren vom Finanzamt, was ich meinen Mandanten natürlich nie empfehlen würde.

Wie macht ihr das? Haltet ihr gezielt Cash zurück fürs neue Jahr? Oder verkauft ihr im Dezember ein paar Anteile, um liquide zu bleiben? Bei meinem Renten-ETF ist das Problem kleiner, weil die Ausschüttungen die Vorabpauschale meist decken. Aber bei thesaurierenden ETFs ist das ein echtes Thema. Ich spiele mit dem Gedanken, künftig einen kleinen Puffer von vielleicht 2000 Euro auf dem Verrechnungskonto zu lassen, aber das fühlt sich irgendwie ineffizient an.

Würde mich interessieren, wie ihr das handhabt, gerade die Kollegen mit größeren Depots.

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