
Ich habe gerade einen Artikel zur Vorabpauschale für ETFs 2026 gelesen und muss sagen, das Thema beschäftigt mich schon länger. Bei kleineren Depots ist das ja meist noch überschaubar, aber wenn man über die Jahre ein solides ETF-Portfolio aufgebaut hat, kann die Vorabpauschale durchaus spürbar werden. Vor allem bei thesaurierenden ETFs, wo man ja eigentlich gar keine Ausschüttungen erhält, muss man trotzdem die Steuer auf den fiktiven Wertzuwachs zahlen. Das bedeutet im Zweifel Liquidität vorhalten oder im dümmsten Fall sogar Anteile verkaufen müssen.
Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt. Plant ihr das aktiv ein und haltet extra Cashreserven vor, oder zahlt das einfach aus dem laufenden Einkommen? Ich habe bei meinem MSCI World und dem iShares STOXX Europe 600 inzwischen eine Größenordnung erreicht, wo ich das nicht mehr ignorieren kann. Letztes Jahr waren es bei mir immerhin ein paar hundert Euro, die dann im Januar automatisch abgebucht wurden. Für 2026 wird es vermutlich noch mehr, je nachdem wie sich der Basiszins entwickelt.
Eine Überlegung von mir wäre, einen Teil auf ausschüttende ETFs umzuschichten, um wenigstens einen Teil der Steuerlast durch echte Cashflows zu decken. Aber dann hat man wieder Transaktionskosten und eventuell ungünstige Zeitpunkte für Umschichtungen. Andererseits mag ich den Vorteil der automatischen Wiederanlage bei Thesaurierern. Was ist eure Strategie? Ignoriert ihr das Thema weitgehend oder optimiert ihr aktiv danach?
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