
Ich habe gerade einen Artikel zur Vorabpauschale für ETFs 2026 gelesen und muss sagen, dass mich dieses Thema jedes Jahr aufs Neue beschäftigt. Für alle, die vielleicht nicht so tief drin sind: Bei thesaurierenden ETFs wie meinem VGWL oder dem iShares Global Clean Energy wird ja seit 2018 die Vorabpauschale fällig, auch wenn man noch gar nichts verkauft hat.
Die Berechnung basiert auf dem Basiszins und dem Wert des Fonds zu Jahresbeginn, wobei 70 Prozent davon als steuerpflichtig gelten. In Zeiten mit niedrigen Zinsen war das noch relativ entspannt, aber wenn der Basiszins anzieht, kann das schon ordentlich ins Gewicht fallen. Was mich persönlich umtreibt: Wie plant ihr das in eurer Liquiditätsplanung ein?
Ich halte aktuell einen größeren Betrag in thesaurierenden ETFs, weil ich den Zinseszinseffekt nutzen will und nicht jährlich Ausschüttungen versteuern möchte. Aber die Vorabpauschale zwingt einen ja praktisch dazu, entweder genug Liquidität auf dem Verrechnungskonto zu halten oder Anteile zu verkaufen. Das widerspricht eigentlich meiner Buy-and-Hold-Strategie.
Habt ihr eine bestimmte Systematik entwickelt? Haltet ihr gezielt einen Puffer auf dem Konto? Oder setzt ihr mittlerweile eher auf ausschüttende ETFs, um die Steuerlast aus den Ausschüttungen selbst zu decken? Bei meinem MSCI World überlege ich tatsächlich, ob ich nicht teilweise auf die ausschüttende Variante umschichten sollte, gerade weil ich in den nächsten Jahren ohnehin keine größeren Zukäufe mehr plane.
Würde mich interessieren, wie ihr das handhabt, besonders die Kollegen, die größere Depots haben und wo die Vorabpauschale dann wirklich spürbar wird.
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