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Faktor-Investing: Lohnt sich der Aufwand wirklich gegenüber klassischen ETFs?
Martin Feldmann
Martin Feldmann04.09.2026 17:566

Ich bin gerade über einen Artikel zu Faktor-Investing gestolpert und beschäftige mich jetzt schon seit ein paar Tagen intensiver mit dem Thema. Value, Momentum, Quality, Size – klingt alles erstmal sehr fundiert und wissenschaftlich untermauert. Die Theorie dahinter leuchtet mir auch ein, gerade als Ingenieur mag ich ja Ansätze, die auf empirischen Daten und systematischen Mustern basieren.

Aber ehrlich gesagt bin ich noch nicht vollständig überzeugt, ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt. Ich bespare seit Jahren relativ stur meinen MSCI World ETF und einen STOXX Europe 600, dazu noch ein paar Einzelpositionen wie Münchener Rück und Siemens. Das läuft solide, die Kosten sind minimal, und ich muss mich nicht groß drum kümmern. Jetzt frage ich mich: Würde eine gezielte Beimischung von Faktor-ETFs wirklich einen messbaren Mehrwert bringen, oder ist das am Ende nur Komplexität um der Komplexität willen?

Was mich besonders interessiert ist die praktische Umsetzung. Wenn ich zum Beispiel einen Quality-Faktor ETF dazunehme, habe ich dann nicht automatisch eine Überschneidung mit meinen bestehenden Positionen? Und wie stellt man sicher, dass man nicht einfach nur höhere TER zahlt für etwas, das man im breiten Markt sowieso schon abdeckt? Ich rechne gerne mit Kennzahlen, aber bei Faktor-Investing scheint mir die Datenlage in der Praxis oft schwammiger als in der Theorie.

Hat jemand von euch Erfahrung mit Faktor-ETFs im eigenen Depot? Würde mich echt interessieren, ob ihr einen spürbaren Unterschied feststellen konntet oder ob das eher akademische Spielerei ist. Gerade bei moderater Risikotoleranz wie meiner frage ich mich, ob die potenzielle Outperformance das Risiko einer Underperformance in bestimmten Marktphasen rechtfertigt.

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