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Freistellungsauftrag richtig aufteilen – bei mehreren Depots und Konten wird's kompliziert
Klaus Weber
Klaus Weber04.09.2026 12:133

Ich bin gerade dabei, meine Freistellungsaufträge für 2026 nochmal zu überprüfen, und muss sagen, dass das Thema komplizierter ist, als viele denken. Klar, die 1.000 Euro pro Person bzw. 2.000 Euro für Verheiratete kennt jeder. Aber wenn man wie ich mehrere Depots und Tagesgeldkonten hat, wird die Aufteilung schnell zur Rechenaufgabe.

Ich habe aktuell ein Depot bei meiner Hausbank, eins bei einem Onlinebroker für ETFs und noch zwei Tagesgeldkonten. Die Frage ist jetzt: Wie teile ich die 1.000 Euro optimal auf? Bei der Hausbank kommen hauptsächlich Dividenden von deutschen Einzelaktien rein, beim Onlinebroker die Ausschüttungen vom MSCI World ETF. Die Tagesgeldkonten bringen mittlerweile auch wieder ordentlich Zinsen.

Mein bisheriger Ansatz war, die Freistellungsaufträge nach den erwarteten Erträgen zu verteilen. Also dort, wo ich die meisten Kapitalerträge erwarte, den höchsten Betrag eintragen. Klingt logisch, oder? Aber dann kam mir der Gedanke: Was ist, wenn sich die Erträge anders entwickeln als gedacht? Dann zahle ich bei einer Bank zu viel Steuern, während bei der anderen noch Freibetrag übrig bleibt.

Aus meiner beruflichen Praxis weiß ich, dass viele Mandanten ihre Freistellungsaufträge jahrelang nicht anpassen und dann bares Geld verschenken. Manche haben sogar gar keinen Auftrag erteilt und zahlen von Anfang an die vollen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Soli.

Was macht ihr da? Passt ihr die Aufteilung regelmäßig an, vielleicht quartalsweise? Oder gibt es einen smarten Trick, den ich noch nicht kenne? Ich überlege auch, ob es Sinn macht, einen größeren Puffer bei einem Institut zu lassen, um Schwankungen abzufangen. Würde mich über eure Erfahrungen freuen, gerade von denen, die ebenfalls mehrere Depots nutzen.

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