Ich habe gerade mal wieder meine Freistellungsaufträge durchgeschaut und bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob ich das optimal gemacht habe. Aktuell habe ich drei verschiedene Depots: eins bei der ING für meine ETF-Sparpläne, eins bei Trade Republic für Einzelaktien und noch ein altes bei der Sparkasse, wo hauptsächlich ein paar Versicherungsaktien liegen.
Den Sparerpauschbetrag von 1000 Euro habe ich bisher einfach grob nach Bauchgefühl aufgeteilt, aber ich frage mich, ob es nicht schlauer wäre, das systematischer anzugehen. Bei meinem ETF-Depot fallen durch die ausschüttenden Fonds regelmäßig Erträge an, bei den Einzelaktien eher sporadisch Dividenden, und beim Sparkassen-Depot passiert ehrlich gesagt kaum noch was.
Ich habe mal versucht, die voraussichtlichen Kapitalerträge für dieses Jahr hochzurechnen, aber das ist gar nicht so einfach, weil man ja nicht genau weiß, wie sich die Dividenden entwickeln oder ob man zwischendurch mal was verkauft. Manche empfehlen ja, den Freistellungsauftrag dort anzusetzen, wo die höchsten Erträge anfallen, aber andere sagen, man sollte einen Puffer lassen, falls unerwartete Gewinne realisiert werden.
Wie macht ihr das? Rechnet ihr eure erwarteten Kapitalerträge penibel durch oder passt ihr das einfach grob an? Und ändert ihr die Aufteilung während des Jahres, wenn sich abzeichnet, dass ein Depot mehr Erträge generiert als gedacht? Bei mir als Ärztin bleibt nicht immer viel Zeit für solche Optimierungen, aber Steuern sparen möchte ich natürlich trotzdem. Würde mich über eure Erfahrungen freuen, besonders wenn ihr auch mehrere Depots habt.
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